194 N. Abschnitt.
bele Grundlage beider Luftarten, oder das Wasser, wirdniedergeschlagen, das daher auch dem Gewichte der ver-zehrten Luftarten proportional scyn muß, wenn Brenn-stoff und Warmestoff inponderabel sind.
§. -8?.
Man kann in der That nicht behaupten, daß dieseMeinung (H. 286.) widerlegt, und also die Zusammen-setzung des Wassers evident erwiesen sey. Ueberdemfindet sich hierbey auch noch ein Umstand, den prwstie^zuerst in das gehörige Licht gesetzt hat; ncmlich, daß beydem Abbrennender Lebenslust mir brennbarem Gas, auchin der größestcn Reinigkeit beider, eine Saure zum Vor-schein kömmt (die nach ihm Salpetersäure ist), wenn einUeberschuß Von Lebenslust stattfindet; daß hingegen dasResultat der Explosion simples Wasser ist, wenn ein Ue-berschuß von brennbarem Gas in dem Gemische ist.
Fernere Versuche und Beobachtungen über die Zersetzung derdephloqiMrten und brennbaren Luft, von Jos. Priestle^;übersetzt in Grcn's Jonen, d. Ph)?s. B. VI. S. 240. ff.
§. 288.
Herr L.cwoisler leugnet, daß das Wasser für sichallein durch eine glühende gläserne Röhre getrieben et-was anderes erleide, als eine bloße Verwandlung inDampf, und behauptet, daß hierbey das Wasser bloßüberdestillire. Man schütte aber reines destillirtes Was-ser in eine gläserne Retorte, lege sie in ein Sandbad,kütte den Kopf einer langen irdenen Tobackspfeife an ihreMündung, bringe das untere Ende des RohrS unterden Trichter der Wanne des pneumatischen Apparats,umgebe den Mittlern Theil der Pfeiftnröhre mit glühen-den Kohlen, und mache ihn durchaus glühend; dannbringe man das Wasser in der Retorte zum Kochen.