Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
188
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r88 I?. Abschnitt.

den, wenn die respirabele Luft dazu Zugang hat. Sobrennt es in einer Flasche mit einer engen Mündung andieser mit einer blaulichen Flamme, die desto schnellerm das Gefäß hinabsteigt, je weiter die Mündung dessel-ben ist. Vermischt man also das Gas mit etwa dreyTheilen atmosphärischer Luft (dem Räume nach), so ver-breitet sich die Entzündung sogleich durch die ganze Masse,und sie geschiehst mit einer starken Erplosion. Noch hef-tiger ist der Schlag, und noch schneller die Verbreitungder Entzündung, wenn man einen Thcil reine Lebensluftmit zwcy Theilen brennbarer Luft (dem Räume nach) miteinander vermischt anzündet. In der Vermischung mitrespirabelcr Luft laßt sie sich auch durch den electrischcnFunken anzünden. Vom Wasser wird das brennbareGas nicht verschluckt, und nicht geändert; und ebensowenig von atzender Lauge eingesogen.

§. 28l.

Um aber die Veränderungen, die das Wasser beyder Erzeugung dieser Gasart erleider, besser bestimmen,und auf die Zusammensetzung des brennbaren GasSchlüsse machen zu können, müssen wir erst noch einigeandere Erfahrungen kennen lernen. Man nehme einebeschlagene Röhre aus hartem Glase, die im Durchmes-ser etwa 8 bis 12 Linien weit ist; man lege sie etwas ge-neigt durch einen Ofen, bringe in die Mitte der Röhre274 Gr. (franz.) spiralförmig gewundenes dünnes Ei-senblech, von weichem Eisen; man kütrc an die obereMündung der Röhre den Hals einer kleinen gläsernenRetorte, die mit einer genau abgewogenen Menge destil-lirten Wassers gefüllt ist, und lege sie in ein Sandbad;das untere Ende der Glasröhre kütte man luftdicht ineine kleine Mittelflasche, ans der eine andere gekrümmteRöhre unter den Trichter der Wanne des pneumatischenApparates tritt. Man bringe das Wasser in der Retorte

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