z 72 II. Abschnitt.
§. 256.
Das torale Verschwinden der reinen Lebensluft, beymVerbrennen des Phosphors darin, bestimmt mich, dievorzüglichsten und unterscheidenden Sähe des Lavoisier-schcn Systems anzunehmen; allein verschiedene Erschei-nungen des Lichts, die zum Theil schon oben angeführtsind, und andere Gründe, die aus der Folge erhellenwerden, nöthigen mich auch, doch einen eigenen Brenn-stoff anzuerkennen, worunter ich, wie ich schon oben229.) bemerkt habe, nach Hrn. sichrer, die Basisdes Lichts verstehe, die darin mit dem Warmestoff zurstrahlenden und leuchtenden Flüssigkeit vereinigt ist. Ichnehme deshalb nicht mehrere Wesen an, als Hr. L.a»rolsicr thut. Ich sehe aber die Quelle des Feuers nichtbloß in die Lebenslust, sondern auch in den verbrennlichenKörper, der ein solcher ist, welcher die Basis des Lichtsoder den Brennstoff enthalt. Ich halte mich ferner nochnicht überzeugt, daß in der Basis der Lebenslust derGrund der Saurebildung des in Lebenslust verbranntenKörpers liege, weil so viele verbrannte Körper keine Spureiner sauren Beschaffenheit äußern, und halte also dieBenennung Qxygen oder Sauerstoff noch für zu voreilig.Um nun diese Theorie des Verbrennens deutlicher zu ma-chen, wollen wir das Verbrennen des Phosphors wie-der zum Beyspiel nehmen, und die schon vorher ange-führten Umstände des Phänomens damit vergleichen.Der Phosphor besteht aus der Basis des Lichts, oderdem Brennstoff, und der phosphorsauren Basis. Wirder in der Lebenslust einer Warme über g2 Gr. R. aus-gesetzt, so verbindet sich durch eine doppelte Wahlver-wandtschaft die Basis der Lebenslust mit der Phosphor-saure, wahrend der Brennstoff des Phosphors mir deinWarmestoff der Lebenslust zum Licht zusammentritt, unddamit Feuer bildet, das als solches ausstrahlt. Der freyeWarmestoff allein kann das Brennbare des Phosphors
nicht