Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
165
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Allgemeiner verbreitete einfachere Stoffe. 1 6;

darin mit einer bläulichen Flamme. Glühende Kohlenbrennen darin mit einem heilen Scheine und mit Fun-kcnwerfen. Eine zugespitzte stählerne Uhrfeder, die manvorher an der Spitze glühend gemacht hat, verbrenntund schmelzt darin mit vielem Funkensprühen, und einemstarken Glänze. Besonders stark aber ist die Flamme desdarin verbrennenden Phosphors ; der davon sich erheben-de Dampf leuchtet so stark, daß die Augen den Glanzdesselben, zumal an einem vorher dunkel gewesenen Orte,kaum ertragen können.

Ingenhouft vermischte Schriften, B, I. S. - oi. ff. S. z 6;. ff.

§- 245.

Wir wollen nun den Prozeß des Verbrennens desPhosphorus in dieser Lebenslust auf eine ähnliche Art,als vorher in der atmosphärischen Luft (H. 236.), anstel-len. Man fülle zu dem Ende einen gläsernen Cylinder inder Wanne des pneumatischen O.uecksilberapparats mit.Quecksilber voll, und lasse den dritten Theil feines In-halts von der reinsten Lebensluft hinauftreten. Manbringe dann eine hinreichende Quantität Phosphor unterden im Quecksilber stehenden Cylinder, wo er sich aufdie Fläche des Quecksilbers oben auf begiebt. Manzünde hierauf vermittelst eines Brcnnglases den Phosphorunter dem Cylinder an. Das Verbrennen geschieht mitgroßer Schnelligkeit, und mit Entwickelung von vielerHitze. Anfangs ist daher eine Dilatation der Luft; aberbald steigt das Quecksilber über sein voriges Niveau, undwenn Phosphor genug da ist, und die Lebensluft völlig reinwar, so verschwindet alle Luft, und das Quecksilber fülltden ganzen Raum des Cylinders au. Der Phosphorverwandelt sich hierbei) ebenfalls in solche weiße Blumen,als bey dem Prozeß in atmosphärischer Luft (K. 2z6.),die die Phosphorsäure find. Man kann eben diesen Pro-zeß auch über Wasser anstellen, worauf man den Phos-

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