Allgemeiner verbreitete einfachere Stoffe. 159
immer kleiner und kleiner, und verlöscht endlich ganz.Nach dem Erkalten findet man das Wasser über dasgemachte Zeichen hinaufgestiegen. Wenn die Arbeitgut von statten gegangen ist, und der Phosphor in dergehörigen Menge da war, so findet man, daß durch je-den Gran des verbrannten Phosphorus etwa z PariserCubiczolle atmosphärische Luft verloren gegangen sind;und daß überhaupt die atmosphärische Luft etwa um denvierten Thcil vermindert worden ist, wenn Phospho-rus genug da ist, und wenn er gehörig verbrennt.Wenn man Quecksilber zum Sperren anwendet, dasden entwickelten Rauch nicht verschlucken kann, so schlägtsich dieser als weiße Blumen auf das Quecksilber nieder,und hängt an den Wänden des Cylinders. Ihr Gewichtbetragt mit dem Rückstände des verbrannten Phosphoruszusammen mehr, als der Phosphorus vorher ausmachte,auch ehe sie noch in der fteyen Luft Feuchtigkeit eingeso-gen haben. Auf jeden Gran des verbrannten Phospho-rus erhalt man etwa 2^ Gran dieser weißen Blumen, diesauer sind und an der Luft sehr bald zerfließen.
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Das Merkwürdigste bey diesem Versuche ist das Ver-schwinden eines Theiles der atmosphärischen Luft durch dasVerbrennen des Phosphorus, und die Zunahme des Ge-wichts des verbrannten Rückstandes. Genauere Versuchelehren nun, daß diese Zunahme des Gewichtes sehr genaudem Gewichte des verschwundenen TheilS der Luft propor-tionirt sey, und daß folglich das Ganze nach dem Verbren-nen, oder der Rückstand des verbrannten Körpers mitdem Rückstände der zum Verbrennen angewandten Luftzusammengenommen, so viel wiege, als der verbrennlicheKörper und die Luft zusammen vor dem Prozeß des Wer-trennens vorher wogen.
§. 2ZL.