Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

II. Abschnitt.

Wärmematerie zur unmerkbaren zu machen, beymSchmelzen oder Verdiinsten oder auch selbst bey der Aus-dehnung. Ist nemlich ein erhitzter Körper mit einemle stn schmelzbaren oder verdunstbaren ballern umgeben,so wird die ans ihm auf den letzteil strahlende Warmeschmll und leicht zur latenten gemacht, die nicht wiederzurückstrahlt, lind der erhitzte Körper verliert so destosi>ch»r sein n Ueberschuß der Temperatur, oder seinerfreuen Wärme. Wenn hingegen der Körper nicht ei-gentlich zu den schmelzbaren oder verdunstbarcn gehört,dergleichen Baumwolle, Federn, Wolle, Haare, Holz,Kohlen, Rus, Asche, Bärlappsaamen, u. a. sind, sokann, wenn sie um einen erhitzten Körper herum eineHülle bilden, nur der Theil der freuen Wärme frey aus-strömen, der auf die in gerader Linie liegenden Zwischen-räume trifft; der Theil, welcher intcrcipirt wird, wirdwieder zurückgeworfen, und es wird solchergcstallt die Ab-nahme der Temperatur weit langsamer erfolgen, als da,wo dieser intercipirte Anthcil verschluckt wird , und seineStrahlung, folglich seine warmmachende Kraft, ver-liert. Bey dem Abkühlen der Körper in der Luft lindanixrn erpansiblen Flüssigkeiten ist noch zu erwägen, daßdie erwärmten Luftrheilchen emporsteigen, lind andernkältcrn Platz machen; folglich der Körper nicht mir demunbeweglichen Medium umgeben ist, was doch auf dieLkejultate so betrachtlichen Einfluß hat.

H. -iy.

Da ein Product, das aus der Verbindung ungleich-artiger Stoffe entspringt, andere Natur und andere Ei-genschafren zeigt, als die einzelnen Bestandrhcile desselbenvor der Zusammensetzung hatten, so darf es uns nichtwundern, daß die neuen Verbindungen aus einem ex-pansiven Stoffe, dergleichen der Warmcstoff ist, mitandern mcht expansiven Substanzen, die durch ihn ex-

pan-