^48 ll. Abschnitt.
lene Kleider und Bedeckungen uns wehr vor der Kalteschützen können, als ohne diese; daß wir uns in Feder-betten, auch in Zimmern, die unter dem Gefrierpunctkalt sind, in der zum Leben nöthigen Temperatur unseresKörpers erhalten können, wenn wir daselbst in einerHülle von Metall ohnfchlbar erstarren müßten; daß einerhitzter Körper schneller im Wasser abgekühlt wird, alsin Luft von eben der Temperatur; daß Baume mit Strohumwunden vor dem Winterfroste besser geschützt werden,als ohne diese Bedeckung; daß es unter Strohdächernim Sommer kühler Und im Winter warmer ist, als un-ter Ziegeldachern; daß Eisgruben mit hölzernen Beklei-dungen den Eindrang der äußern Warme ungleich langerabhalten , als mit steinernen Wanden; daß eine Eisen-stange mit einem hölzernen Handgriff sich an diesem ohneVerletzung der Hand anfassen laßt , wenn sie an ihremEnde glühend gemacht wird, da sie hingegen mit demmetallenen Handgriff bald eine verletzende Warme erlan-gen würde; daß unter der Hülle des Schnees die Tem-peratur des Bodens weit langer warm bleibt, als wenner von der Luft allein berührt wird; daß wir unter Ascheerwärmte Flüssigkeiten länger wärm erhalten können,als in der Luft, u. drrgl. mehr.
H, 216.
Wir schreiben diesemnach demjenigen Körper, derdieWarmetheilchen schneller durch sich durchlaßt, als einanderer, oder in kürzerer Zeit bei) gleicher Oberflächedurch einerley Warmestrom von einerlei) Temperatur zneiner gleichen Anzahl von Graden erhitzet wird, eine grös-sere wärmeleitende Graste zu, als einem andern; undgründen hierauf den Unterschied zwischen guten undschlechten Leitern für dieWarmematerie. Einen vollkom-menen Nichtleiter für die Warme giebt es nicht.
H. 217.