zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 121
H. 169.
Die Sublimationen geschehe mehrentheils im Sand-bade. Immer aber muß der Grad des anzuwendendenFeuers der Flüchtigkeit der zu sublimirendcn Dinge ^angemessen seyn. Man grabt die Gefäße bald mehr,bald weniger tief in den Sand der Kapelle oder des Tie-gels ein, je nachdem der sublimirte Körper feuerbeständi-ger oder flüchtiger ist, oder sich niedriger oder höher an-legen soll. Manchmal soll derselbe auch zugleich in eineArt von Zusammenstnterung gerathen, oder zu einemderben und festen Klumpen werden, das nur durch einestärkere Hitze bewirkt werden kann, weswegen die Däm-pfe auch nicht hoch steigen dürfen, um nicht zu geschwindund leicht abzukühlen.
§. 170.
Der aufsublimirte Körper, der als eine feste, der-be oder zusammenhangende Masse erscheint, heißt imeigentlichen Verstände ein Sublimat (lublimsmm,-Q^rum); wenn er aber von einem lockern Zusammen-hange, oder von einem mehligten Ansehen ist, so nenntman Ihn Blumen (Koros).
§. 171.
Von den Sublimationen, die in verschlossenen Ge-fäßen geschehen, sind die Geberischen oder Glauberl?scben Sublimationen verschieden. Diese gehen bemnZutritte der freyen Luft vor, und die Ansehung des Nas-ses in unser» Schorsteinen, des Ofenbruchs in Schmelz-öfen, des Arseniks in den Gifcfangen, kann hiervon einBeyspiel abgeben. Gewöhnlich werden sie auch nicht be-sonders unternommen, sondern gehen bcy einigen Neben-arbeiten zugleich mit vor, deren Beschreibung noch imFolgenden vorkommen wird.
H 5 Andere