zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 97
K. izi.
Die Bildung aller Dampfe und Gasarten geschiehctnur durch Hülfe des Warmestoffs, und wir unterscheidenin jedem Dampfe und jeder Gasart die Basis, oder diean sich nichr expansibcle Substanz, und den Wärme?stoff, durch den jene Basis expansibel wird. Nach Ent-ziehung des Warmestoffs wird die Basis aus dem Dam-pfe niedergeschlagen, und macht nun den nicht mehr ela-stischen Nebel oder Rauch, aus welchem durch das nähereZusammentreten seiner Theilchen der vorige feste odertropfbarflüssigc Stoff wieder gebildet wird. In denDampfen adhärirt der expansive Warmestoff mit der Ba-sis, in den Gasartcn ist er damit chemisch vereinigt, undes ist in den letztern wahrscheinlich das Licht, das daschemische Bindungsmittel beider ausmacht.
§. IZ2.
Die atmosphärische Luft hat an der Bildung derDampfe und Gasarten keinen Ancheil; sie ist vielmehrdurch ihren Druck der Dampfbildung hinderlich, odermacht, daß eine größere Quantität des Wärmestoffs er-forderlich ist, um bep gleicher Temperatur, eine bestimm-te Menge der Basis in die gleich elastische Form zu brin-gen; und im luftleeren Räume geschiehct die Verwandlungeines Körpers in Dampf noch leichter. Die Auflösungdes Körpers in der Luft, und der darauf gegründete Un-terschied zwischen wirklicher Verdampfung (c-vsporsno)und natürlicher Ausdünstung (oxbulacio) ist in der Na-tur nicht gegründet, und kann nicht bewiesen werden.Jede Ausdünstung ist vielmehr eine wahre Verdampfung,die bey einer niedrigem Temperatur der Luft nur deswe-gen langsamer und in geringerer Menge erfolgt, weil danneine geringere Quantität des Warmestoffs zugegen ist,der durch seine Cohärenz mit derBasis diese dampfförmigGrens Chemie, i. TI>> ^