zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 8 7
dingung ist 61.) und keine Auflösung ohne dieselbe vor-gehen kann, so muß man in diesem Betracht das Schmel-zen mit zu den wirksamsten chemischen Operationen rech-nen. Es wird dem practischen Edemissen aber auch da-durch wichtig, daß man vermittelst desselben verschiede-ne Theile eines Gemisches wegen der verschiedenenSchmelzbarkcit derselben von einander trennen, den Kör-pern in ihrem flüssigen Zustande allerlei) Formen geben,und sie zu mancherlei) Verbindungen lind Scheidungengeschickt machen kann. Nach Verschiedenheit des Gra-des, bei) welchem die verschiedenen Körper fest werdenund gefrieren, bedient man sich auch des Gefrierene mitNutzen zu Scheidungen und Concentrirungen.
§. uz.
Um das Feuer in der gehörigen Starke an die zuschmelzenden Körper zu bringen, hat man, nach Beschaf-fenheit und Menge derselben, verschiedene Vorrichtungenund Werkzeuge nöthig. Es geschiehet entweder ohne alleGefäße, im Kleinen vermittelst der Flamme eines Lichtesdurchs L.öchrohr (rudus kerruminstorius), im Großen,indem man die zu schmelzende Körper mitten zwischen dieKohlen in eigenen Schmelzofen bringet; oder mannimmt es in eigenen Gefäßen vor, die man der erfor-derlichen Hitze des Ofens aussetzt.
§. 116.
Das jhörhrohr (H. liz.) ist zur Untersuchung undSchmelzung der Mineralien im Kleinen ein sehr vorzüg-liches Werkzeug. Es bestehet aus einer kegelförmigen,ohngefahr einen Fuß langen, in eine gebogene, ganz en-ge, vollkommen runde, Mündung auslaufenden Röhre,aus Messing, Kupfer, Silber, nicht so gut ans Glas.Die metallenen werden nach Bergmann zur bessern Rei-nigung aus drcy, genau in einander passenden, Stücken
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