2 Einleitung.
§. z.
Die Gegenstände dieser wissenschaftlichen Kunst sindalle Körper und Materien nnsrer Welt, die einen Gegen-stand unserer sinnlichen Wahrnehmung ausmachen. IhreGrundlage ist Erfahrung, sowohl Beobachtung,, alsVeriucbe, aus denen sie durch richtige Vernunftschlüssedie Theorie ableitet, die die Erfahrungssatze zu einemwissenschaftlichen Ganzen verknüpft. Uebrigens ist siein ihrer Ausübung unermeßlich, und in den Quellen zuihrer Untersuchung uncrschöpstlch.
§. 4.
Die Chemie ist folglich ein Theil dert"?attlrrvl'stett5scbafc. Sie ist aber keinesweges ein besonderer Theilder Arzncywissenschaft oder der Haushaltungskunst, undsie kann nicht mit mchrerm Rechte für einen solchen an-geschen werden, als die Physik oder Naturgeschichte; obsie gleich dem Arzte und Technologen ganz unentbehr-lich ist.
§. 5.
Die Grundsatze der Chemie lassen sich auf vielerlei)Wissenschaften, Gewerbe und Künste anwenden, welchelauere Veränderungen, Zerlegungen und Zusammen-setzungen dieser oder jener Stoffe, um sie zu ihrem Zweckzu verwenden, bewirken müssen; allein es scheint mir un-natürlich lind gezwungen zu seyn, deswegen so viele undbesondere Eintheilungen der Chemie zu machen. Es giebtim Grunde,nur Chemie, die aber, wie z. B.
auch die Mathematik, zum Vortheil unterschiedener Kün-ste besonders angewendet werden kann.
Eiutheilung der Chemie i) in die physische; 2) in diemevicinische, a) physiologische, b) pathologische,c) phannacevcische; z) in die technisch-ökonomi-sche, a) -Halorechnic (Salzchemie), d) SUwnrgie (Stein-chemie), c)-HMurgie (GiaSchsmie), ä) jdhlogurgie (Che-mie