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der Sünder sei, in dem alle Weissagungen Gottes vondem Messias erfüllt, der mit Blut und Wasser zu unsgekommen, bei dem deswegen allein vollkommene Verge-bung unsrer Sünden und Reinigung von denselben zufinden ist. Wer das nicht nur so obenhin für wahr an-nimmt, sondern von Herzen glaubt, dem werden dadurchseine Sünden, als die Ursache des bittern Todes Jesu,verleidet, die Luft dazu stirbt in seinem Herzen und wirdin Haß und Widerwillen verwandelt, Jesus wird ihmüber Alles theuer, und sein blutiger Tod, als die einzigeUrsache, weswegen er Begnadigung hoffen darf, über-aus wichtig; er sehnt sich, daran Theil zu haben undläßt alle falschen Stützen und Hoffnungsgründe fahren;er entsagt der Sünde und wendet sich zu Jesu, bittetihn von Herzen um die Kraft seines Blutes und Gei-stes zur Vergebung seiner Sünden und Erneuerung nachdem Bilde Gottes, und ergiebt sich ihm in Aufrichtigkeit,um durch ihn gerecht, heilig und selig zu werden; ernimmt seinen Kreuzestod für die Bezahlung seiner Sün-den an, setzt darauf sein Vertrauen und sucht sich ihm mitseinem ganzen Leben dankbar zu beweisen. Auf diesenGlauben kommt alles in Absicht auf unsre ewige Selig-keit an, denn die heilige Schrift verbindet sie unauflös-lich damit, sie eignet dem Glauben alle Verdienste undseligmachende Früchte des Todes Jesu zu, Gerechtigkeit,Friede, Kindschaft Gottes und das ewige Leben. Rom.5, I.: Nun wir denn sind gerecht geworden durch denGlauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unfernHerrn Jesum Christum. Ohne diesen Glauben könnenwir unmöglich Gott gefallen und am Tode Jesu Theilhaben; wer nicht glaubet, der wird verdammet werden,der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Got-tes bleibt über ihm. Darum müssen wir nicht von de-nen sein, die da weichen und verdammet werden, son-dern von denen, die da glauben und die Seele erretten.Es ist nicht gleichgültig, was wir von Jesu halten undglauben, wenn wir nur rechtschaffen vor der Welt leben.Dieser gefährliche Wahn greift zwar in unfern Tagen