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gebracht wurden, war der Tod des Opfers unumgäng,lich nothwcndig, und da Jesus das Gegenbilo aller Ber,söhnopfer war, ein wesentliches und gültiges Opfer fürdie Sünden der Welt, so mußte er nothwendig sterben.Von der Wahrheit seines Todes hing auch die Wahr-heit feiner Auferstehung ab; war er nicht wirklich ge-storben, so konnte auch keine Auferstehung Platz finden;darum mußten wir vor allen Dingen gewiß sein, daßer wahrhaftig gestorben sei; und dicß bestätiget die Er,öffnung seiner Seite und das Blut und Wasser, dasdaraus floß.
2) Dadurch wird aber auch die tröstliche Wahrheitdes Evangeliums bestätigt, daß alle bußfertige und gläu,bige Sünder durch den gesegneten Tod Jesu zur Recht-fertigung und Heiligung gelangen, daß sie vollkommeneVergebung aller ihrer Sünden haben durch das BlutJesu, das er ganz vergossen und ausgeschüttet hat, undohne welches keine Vergebung der Sünden geschiehct;daß sie aber auch durch seinen heiligen Geist, den er mitseinem Tod erworben hat und der durch das Wasserabgebildet wird, erneuert und zu Gliedern Christi gehei,liget werden; so daß sie in seinem Tode alles finden,was zu ihrer Erlösung Vonnöthen, die Befreiung vonder Schuld und der Befleckung der Sünde, Gerechtig,keit und Stärke.
3) Endlich mußte die Eröffnung der Seite Jesustatt des Beinbrechens dazu dienen, daß die Schrift er-füllet würde; denn solches ist geschehen, sagt Johannes,daß die Schrift erfüllet würde: „Ihr sollt ihm keinBein brechen;" und abermal spricht eine andere Schrift:„Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben."Denn wer bemerkt hier nicht die wunderbare Regierungdes allmächtigen Gottes. Wie leicht hätten die Kriegs,knechte unbesonnen zufahren und auch Jesu, wie denbeiden andern, die Beine zerschlagen können, ohne dar,auf zu merken, ob er wirklich todt sei oder nicht. Aberdie Vorsehung Gottes ließ ihnen nicht das Mindeste überJcsum zu, als was sie nach seinem Rath an ihm voll,