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bekehrten Christen, daß sie erlöset waren von ihrem ei-teln Wandel nach väterlicher Weise, von dem Joch derEitelkeit und der schweren Sündenschuld, die sie sich da,durch aufgeladen, und von der Strafe und Verdamm-nis?, die deswegen auf sie wartete.
Eine Erlösung, die ihnen desto wichtiger seinmußte, je höher der Preis und das Lösegeld war, dassie gekostet. Sie waren nicht erlöst mit vergänglichem Sil-ber oder Gold, womit weltliche Fürsten vom Feinde ihregefangenen Unterthancn loskaufen und die Goels des altenTestaments ihre Blutsverwandten aus der Knechtschaftlöscten; sondern mit einem unendlich theuerern Preis, mitdem theuren Blut und blutigen Tod Jesu Christi, deseingeborncn Sohnes Gottes, des unschuldigen und un-befleckten Lammes, das der Welt Sünde trug und dasGcgcnbild von allen Opferlämmern war, das zur Ver-söhnung unsrer Eitelkeit und Sünde am Stamme desKreuzes erwürget, geschlachtet und geopfert wurde, weilnach der Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes nichts an-deres-zu unserer Versöhnung und Erlösung hinlänglichwar, als der Tod des Sohnes Gottes.
Das sollten die Christen wissen, nie vergessen, oftüberdenken und beherzigen, daß sie so theuer erlöset sind;zur Stärkung ihres Glaubens und Erweckung ihrerDankbarkeit, Liebe und ihres Eifers in der Heiligung sol-len sie oft daran gedenken.
Darum werden sie auch so oft in Gottes Wort dar,an erin nert, wie Jesus sie geliebct und sich selbst für siedahin gegeben hat; darum hat der Herr das Andenkendaran durch das heilige Abendmahl in seiner Kirche zuerhalten gesucht, darum hat die christliche Kirche für gutgefunden, jährlich sieben Wochen hindurch über die Ge-schichte der Leiden Jesu Betrachtungen anzustellen, undden Charsreitag, an welchem die Versöhnung und Erlösungdurch Christum vollbracht ist, feierlich zu begeben.
Möchte das Andenken daran recht lebendig in un-fern Herzen sein und die Betrachtung des Todes Jesu da-zu beitragen, Glauben, Liebe und Dankbarkeit zu erwecken.