trübt worden, der nun seine Prüfungen und Leidenüberstanden, diesen meinen Geist übergebe ich dir, o dutreuer Vater, daß du ihm nun seine versprochene Be-lohnung gewährest und meinen Erkauften das Heil, dasich ihnen errungen habe.
So dachte und redete Jesus bei dem wichtigenSchritt aus der Zeit in die Ewigkeit. Er bestätigtedamit seine Lehre von der Unsterblichkeit der Seele undder Vergeltung nach diesem Leben. Leben und unver,gängliches Wesen hatte er ans Licht gebracht durch seinEvangelium, und diese tröstliche Lehre bekräftigte er mitdiesen seinen Worten: Vater, ich befehle meine Seele indeine Hände.
O daß wir auch alle mit der kindlichen Zuversichtzu Gott als unserin Vater, womit unser Heiland dieseWelt verließ, sterben möchten. Denn auch wir sind fürdiese Erde nicht bestimmt, haben hier keine bleibendeStätte, sondern halten nur eine kurze Durchreise, diebald zu Ende sein wird. Auch an uns alle kommt dieStunde, wo sich unsre Seele von dem Leibe trennt unddiese sichtbare Welt auf immer verläßt. Alles kommtdarauf an, wie wir diesen wichtigen Schritt thun undwohin dann unsre Seele fährt. Sind wir durch Glau,bcn und Liebe mit Christo vereinigt, können wir wie ersterben, und sterbend, mit kindlicher Zuversicht zu Gott,wie er sagen: Vater, ich befehle meinen Geist in deineHände, dann brauchen wir den Tod nicht zu fürchten,sondern können uns auf denselben freuen und ihn an-sehen als das Ende alles Leidens, alles Kampfes, alsden Eingang in die nähere Gemeinschaft Gottes, woFreude die Fülle und liebliches Wesen ist vor seinemAngesichte ewiglich.
Ich zweifle nicht, daß ein Jeder unter uns in sei,ner letzten Sti.nde wünschen wird, so freudig und ge,trost sterben zu können, wie Jesus starb und sterbendmit ihm sagen zu können: Vater, in deine Hände be,