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dcncn gedrohet ist, die in Unbußfertigkeit verharren unddas Heil in Christo nicht achten, wird an euch erfülltwerden. Beherzigt dieß und laßt nun noch den Durstnach den eitlen, sündlichen und vergänglichen Dingen ineuch unterdrücken und den Durst nach Christo hingegenin euch wecken, lernet euer Sündenelend besser erkennenund werdet ernstlich auf euer Heil bedacht. Noch stehtdie Quelle des Lebens für euch offen, aber nicht immer,noch ruft Jesus: Wen da dürstet, der komme zu mir!Darum wendet euch begierig nach ihm hin, ehe es zuspät ist.
Gehört ihr aber schon zu den Durstigen, die ihrSündenelend, ihre geistlichen Mängel fühlen, die nachHeil, Leben und Seligkeit begierig find, so danket dochdem treuen Heiland, daß er den peinlichen Durst amKreuz gelitten, damit er euren geistlichen Durst nach Er-lösung, nach Trost und Leben stillen könnte. Macht euchungesäumt zu ihm hin und von seiner Gnade Gebrauch.Denket nicht, euer Durst wäre nicht groß genug, um zuihm kommen zu dürfen. Wenn er so groß ist, daß euchnichts mehr beruhigen kann, daß euch euer Seelenheilüber alles am Herzen liegt und daß ihr euch den Weg,den das Evangelium euch dazu anweiset, gerne wollt ge-fallen lassen, dann ist er groß genug, um zu kommen,dann wird er sich wohl vermehren, jemehr ihr aus Er-fahrung von der Nothwendigkeit und Kostbarkeit Jesuüberzeugt werdet. Sagt nicht, ich dürste auch wohl nach Jesuund seinem Heil, aber ich darf ihn mir nicht als meinenErlöser zueignen, ich bin zu sündig, arm, elend und un-würdig; denn er ist ja der Sünder Heiland, nicht derReichen, sondern der Armen, und ist für die Gottlosengestorben. Kommet nur, wie ihr seid; die Lahmen undKrüppel werden ja auch von ihm eingeladen, auch ihnenläßt er sagen: Kommet, denn es ist alles bereit.
Aber Alles, was euch mangelt und was ihr bedürft, istbei Christo zu finden, darum muß euch kein Elend undkein Mangel abhalten, sondern euch zu Christo hin-treiben.