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Freunde aber viele Feinde von ihm; denn wie gering istdie Zahl derer, die ganz für Jesu eingenommen sind,denen er ihr höchstes Gut ist, die ihn über alles schä-tzen und lieben, die einen lebendigen Glauben haben,der durch Liebe thätig ist, die, wenn sie auch mildthätigsind, es aus Liebe und Gehorsam gegen Jesum sind,aus einem edlen Triebe eines gläubigen erneuerten undmit Jesu Geist erfüllten Herzens. Dieser Mangel anLiebe, Treue und Gehorsam gegen Jesu rührt bei denMeisten von ihrer Blindheit her. Kennten sie ihr gro-ßes Sündenelend, worin sie stecken, die Gefahr, worinsie schweben, und das ewige Verderben, das ihnen be-vorsteht; wären sie dabei lebendig überzeugt, daß nurJesus sie davon erretten könnte und daß er dazu gelit-ten, um des Sünders Heiland zu sein, kennten sie denHerrn Jesum, seine Kostbarkeit, Treue, Liebe undAllgenug-samkeit, das Glück und Heil, den Trost und Segen, den einarmer Sünder, der sich bußfertig und gläubig zu ihmwendet, in Zeit und Ewigkeit bei Jesu findet und ge-nießt, sie würden sich mit sehnlichem Verlangen zu ihmhinwenden und alles, was sie von ihm abführet und mitseiner Gemeinschaft nicht bestehen kann, für Schadenachten, auf daß sie Christum gewinnen; aber nun ist esvor ihren Augen verborgen. Möchten sie es glauben, undanfangen den Herrn um Erleuchtung zu bitten, ehe sieim Tode entschlafen.
Ach Freunde, die ihr noch keine herzliche Liebe zudem Herrn Jesu habt, ihm noch nicht mit Glauben undLiebe anhanget und ein Geist mit ihm geworden seid,die ihr die heiligen Gebote des Evangeliums nicht miteinem kindlichen Gehorsam bewahret, wie lange wolletihr in diesem glaub- lieb- und gnadenlosen Zustandebleiben? Habt doch endlich so viele Liebe gegen eureunsterbliche Seele, daß ihr von dieser Stunde an ausdiesem elenden Zustande herauszukommen suchet. Gehetmit euren Gedanken unter das Kreuz Christi, stellt ihneuch vor, wie er da hängt um unserer Sünden willen.