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ßen und abscheulichen Sünder in seine Gemeinschaft hin-einzuziehen und selig zu machen, wenn sie sich bußfer-tig zu ihm hinwenden; zum Beweis davon begnadigteerden bußfertigen Schacher. Hatte Jesus auch am Kreuzkein königliches Ansehen, so war und blieb er doch derKönig Israels, wie die Ueberschrift zu erkennen gab.Denn eben hier am Kreuz hat er sein Gnadenreich ge-gründet und sich eine Gemeine mit seinem Blut erkauft.Besiegte er hier keine leibliche Feinde, so überwand er,welches ungleich mehr ist, Sünde, Tod und Teufel undmachte einen Triumph aus ihnen.
Auch die Theilung seiner Kleider und das Loos-werfcn über seinen Oberrock ist sehr geschickt, uns in derUebcrzeugung zu befestigen, daß der gekreuzigte Jesus,der wahre von Gott verordnete Seligmacher der Men-schen sei, denn auch dies geschah, auf daß die Schrift er-füllet wurde, die Ps. 22, 19. sagt: „Sie theilen ineineKleider unter sich, und werfen das Loos um mein Ge-wand." Hätten das Jesu Freunde gethan, dann möchtejemand denken, sie hätten es mit Hinsicht auf dieser Weis-sagung gethan, damit sie an ihm erfüllt würde, abernun findet kein Verdacht Platz, denn es thaten dies, wieJohannes deswegen bemerkt: die Kriegsknechte, die FeindeJesu und blinde Heiden waren, die von dieser Weissa-gung nichts wußten.
Sie konnten ihm seine Kleider wohl ausziehen, aberseine Liebe zu den Seinigen konnten sie ihm nicht aus-ziehen, wovon wir in unserem Terte einen rührendenBeweis finden, in seiner Fürsorge, die er für seine be-trübte Mutter hatte. Bei der nähern Entwicklung die-ses Abschnitts werfen wir
I. einen Blick auf die Personen, die darin beschriebenwerden;
!l. auf die huldreiche Ansprache Jesu an seine Mutterund seine Jünger nebst dem Erfolg davon.