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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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von den Dienern des hohen Raths und den römischenSoldaten bespotten, mißhandeln und schlagen; er, demalle Elemente zu Dienste stunden, um sich an seine Feindezu rächen. Er war wie ein Lamm, das zur Schlacht-bank geführt wird. Ja, nachdem ihn seine Feinde an'sKreuz gebracht, betete er unter den grausamsten Schmer-zen noch für sie; welche Sanftmuth! Ja, zu Jesu kön-nen wir also, bei allen unseren Sünden und Mängeln, Zu-trauen fassen und mit Freimüthigkeit zu ihm nahen, wennes uns darum zu thun ist, seine Schüler zu werden undvon ihm zu lernen, durch ihn selig zu werden von unse-ren Sünden, er wird uns nicht wegweisen, des Lehrens,Zurcchtweisens, Vergebens und Helfens nicht müde wer-den. Von ihm können und müssen wir aber auch Sanft-muth lernen, so wie jede andere gottgefällige Tugend.Möchte es uns nur recht darum zu thun sein und indieser Stunde der höchste Beweis seiner Sanftmuth,den wir zu betrachten haben, dazu an uns gesegnet sein.

Luc. 23, 34.

„Jesus aber sprach: Vater, vcrgieb ihnen; denn sie wissennicht, waS sie thun. Und sie theilten seine Kleider, und war-fen das Loos darum."

Auf dem letzten Schauplatz seiner Leiden erblickenwir nun unfern Heiland, nämlich auf Golgatha amKreuze, um den bittersten und schmählichsten Tod füruns zu sterben. Der Bosheit seiner Feinde, die allesanwandten, ihn nicht nur mit den größten Martern undQualen, sondern auch mit der äußersten Schmach undSchande zu belegen und von der Erde zu verbannen,war es nicht genug, ihn an's Kreuz zu bringen, sondern siekreuzigten ihn mitten zwischen zwei Uebelthätern, um ihndadurch als das Haupt und Anführer solcher Menschenauszuzeichnen.

Aber er zeichnete sich schon durch sein erstes Wort,das er am Kreuze redete und in unsrem Tevt enthaltenist, von einer ganz andern Seite aus, die uns tiefe Hoch-