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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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nianer in Polen und Siebenbürgen, die Unitarier in England ha-ben es so gemacht. — Aber wenn die von der Kirchcnlchre Ab-trünnigen die andern, an der Kirchenlchre Festhaltenden aus Kircheund Schule vertreiben wollen, es sich anmaaßcn, Prediger, wiesleihnen gefallen, der Gemeinde aufzudringen, in der evang. Ge-meinde, der sie eigentlich gar nicht angehören, das Regiment ansich zu reißen: so ist das schreiendes Unrecht, wahrhaft revolu-tionäre Auflehnung gegen alles historische und positiveRecht. Denn was ist das eigentliche Wesen der Revolution an-ders als Auflehnung gegen alles historische und positive Recht?— Doch solche Ungerechtigkeit paßt sehr wohl zu einem Lehr«snsteme, welches den Egoismus, die Willkühr und Autonomie aufden Thron erhebt. — Die Rationalisten rühmen sich ihrer Tu-gend, ihrer Rcchtschaffcnhcit, und haben das Sprüchlein viel imMünde: Thue recht und scheue Niemand; aber wir sehen sie sooft, wie sie aufs gröblichste das Recht verletzen, der Gewissennicht verschonen, mit Gewalt daher fahren und mit allerlei Me-thoden des Trngs das Erbe der evang. Kirche an sich reißen. —Sie predigen Toleranz, rühmen sich auch derselben, und sind doch vollerIntoleranz, wie auch die Kirchcngeschichte der letzten fünfzig Jahrebis anfdie neueste Zeit herab (stehe Absetzung Ge ibcls in Braun-schwcig, die Versetzung Lange's von Cassel nach Eschwegc) zur Ge-nüge bezeuget. — Da so Manche der Hohen und Reichen dieser Welt,die bei Prediger-Wahlen durch Rcichthum und weltliche Klugheiteinen großen Einfluß haben, nicht sehr fleißig zur Kirche und zumAbendmahl kommen, so könnte es Solchen ja ohncdieß ziemlich gleich-gültig scyn, wer in der so selten von ihnen besuchten Kirche pre-digt; sie sollten so billig, so tolerant seyn, den Armen, die desTrostes begehren und ibn nirgends zu finden wissen als im Wortund Heiligthum des Herrn, dieses Wort nnvcrkümmcrt zu lassen,und sollten es geschehen lassen, daß die lautre Predigt des Evan-geliums, welches allein Trost bringen kann, ihnen verbleibe. —Aber nein! Unsere Zunge soll Ucberhand haben, uns gebühret zureden; wer ist unser Herr? — solche Stimmen hören wir.

Eine dritte Frage ist die: Was können und dürfen in einemsolchen Falle, der wohl nicht selten vorkommen dürfte, diejenigenthnn, welchen eigentlich nur allein die Kirche und Schule, die Kan-zel und der Altar gehört, wenn man ihnen ibr Recht krankt, unduncvangcl. Lehrer ihnen aufbürden will? — Müssen sie zu allem