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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
Entstehung
Seite
64
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S. 143. wird uns gesagt, daß das praetor PN5Z.

sey. Falsch; es ist aor. prlm. — «t'pekr soll gleich sein dem/rir sammeln. Dagegen Fr. S.496.: Kninoel, der aus Pa-rallelstellcn die Bedeutung der Worte festzustellen pflegt, behaup-tet wegen Jvh. 6, 12. sey so viel als „sammeln." Aberes heißt „aufheben" (tollere); sie hoben die Brosamen ausder Erde auf in die Korbe. — Gegen die Erklärung, daß -r

so viel sei) als ö er rvt5 rist/. — siehe Fr. S. 632.— Daß dem die Bedeutung „als Gefangenen mit

wegführen" (S. 268) nach Knin's Vorgänge nur angedichtet sep,daß es heißen muß „annehmen, zu sich nehmen," da siehe Fr. S.724. Eben so falsch ist es, das ä)^oroz-kü- mit Knin. zu erklä-ren „durchpeitschen." (S. 269.). — Siehe dagegen Fr. 728. —Sehr überflüssige Ellipsen finden wir z. B. S. 83., S. 66., S.268. — Hingegen können wir an Stellen, wo H. II. Pleonas-men findet, (wie z. B. S. 91.) keine erblicken. — ist nichtdasselbe als (S. 86-); nicht einerlei mit fl/e-r (S.

69.); stehet nicht für flrcox (S. 58.); rot? stehet

nicht für rss, «>-Spw7r,,i, (S. 89.); heißt nicht „stiften"

(S. III.); rüpwr stehet nicht für ist nicht

gleich Ts^cl; (S. 173). — Dergleichen Bemerkungen konnten wirnoch viele machen, besonders wenn wir uns darauf einlassen woll-ten, die Ucb ersetz ung einer Prüfung zu unterwerfen, und auf diemancherlei Abweichungen vom Grnndtcrt, aufdic nnnöthigc» Zntha-tcn und die falschen Deutungen hinzuweisen. — Doch damit wol-len wir uns nicht aufhalten, und bemerken nur, daß die Ucber-sctzung weder eine neue ist, sondern im Grunde die lutherischemit unwesentlichen Veränderungen; noch daß sie sich ganz genau anden griechischen Grundtert anschließt; noch auch davon freizu-sprechen ist, daß sie hie und da den Genius der Muttersprachebeleidigt. — Doch ist sie an dem Buche des H. II. noch dasBeste, gänzlich frei (das muß man ihm zum Ruhme nachsagen)von der Frivolität, die wir in den Dinterschcn Ucbersctzungspro-bcn zur Schande der evangelischen Kirche und zur Schmach derdeutschen Sprache haben erleben müssen.

Von dem Werth der kritischen und archäologischenErläuterungen noch zu reden, verlohnt sich der Mühe nicht, dain beiderlei Hinsicht sich nichts als nur höchst Unbedeutendes findet.