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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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jüngsten Gerichte gerechtfertigt und vielleicht losgesprochen seynwird." (Hamann's Schriften, herausgegeben vonFricdrich Roth,Consistorialprüsident in München, 4. Theil S. 143. 145.)

Den Anmaßungen einer seichten Populär-Philosophie, diesich erkühnt, über biblische Glaubenslehren Anathcma's ausznspre-che», erlauben wir uns hier noch ein andres Zcugniß entgegen;»,stellen, daß sich in einer Reccusion des H. Fr. von Meyerüber Jacobi's Werke findet. (Siehe Tholuck's littcrarischen An-zeiger Nr. 56. 57. 58. und Nr. 75. des vorigen Jahres.) —„In des Ehristcnthums allein ausreichender Philosophie, heißtes daselbst, erscheint die Wahrheit nicht nur in der wür,digsten symbolischen Hülle, sondern diese Symbolik ist so innig dieWahrheit selbst, daß letztere von dem Menschen in keiner andernForm der Anschauung erkannt werden kann, und diese Form ihrwesentlich und ewig, wie sie selbst ist. Denn bloß die historischeOffenbarung hat einen persönlichen, lebendigen, von keines Men,sehen Vernunft willkührlich gebildeten Gott, der sich nur in dieuns unentbehrliche Form, die er selber hcrgicbt, herabsenkt, umuns begreiflich zu werden, und dabei dennoch der Unbegreifliche,mithin wnrklich Gott bleibt. Die Mcnschcnvcrnn'ift hatzweierlei Götter, die gleich wenig der Gott sind, dessen wir be-dürfen: einen ganz unbegreiflichen, ihre natürliche Ahnung, ohnewelche sie nicht ist, noch je war,— der an sich ist, weil sonst seinSchrei im Herzen nicht wäre, aber nur halb ist für sie, d. h. vonihr zwar gedacht, aber nicht erkannt und angeschaltet werden kann(wie alles Uebersinnlichc), daher gewöhnlich durch ihr Bestreben,ihn zu fassen, entweder ein Nichts oder elemcntisch wurde, undden die philosophische Kritik (Kant, Fichte) endlich als Nicht-Substanz, als die unbestimmte höhere Welt auszusprechen glaubte.— Der andre Gott ist der aus diesem gcahnctcn, gedachten, un-vorgestelltcn in's grobe Element herabgezogene und in die Viel-heit zersplitterte, der Fetisch. — Dagegen zeigt uns die Offen-barung jenes höchste »-ossurroi', wie es sich selber wesentlich, per-sönlich, lebendig, begreiflich für das endliche Geschöpf, wie es sichzu einer Substanz gemacht; und darum muß eine thö richteWeisheit ergriffen werden, die unter allen Arzcncien dem Men-schen am schwersten eingehet, deren Lichtwürkung auch nicht eherempfunden wird, als bis sie eingenommen ist; und der Mund, wo-mit wir sie fassen, heißt Dcmnth. Hat sie aber gewürkt, so er-