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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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nominell. So wird z. B. S. 83. in Schlciermacherscher Rede-weise von einem steten Abhängigkeitsgefühl der Frommen von Gottgesprochen; aber das sind eben nur Bruchstücke, so wie die gnosti-sche Redeweise von „Menschgcborncn Mcssiasgeiste, selig walten-den Messiasgeiste." S. 113. S. 118. Von einem philosophisch durch-gebildeten Geiste, der mit der ticfcrn Philosophie der alten oderneuer» Zeit vertraut scy, haben wir auch nicht Eine Spur entdeckenkönnen. Um so weniger ist dieß auch in einem Buche zu erwar-ten, das selbst von gröber» Verstößen gegen die ganz gewöhnlicheLogik nicht frei ist, wie wir an mehreren Beispiele» gezeigt ha-ben, und das den christlichen Glaubenslehren der evangelischenKirche nicht einmal die Gerechtigkeit wiederfahrcn laßt, ihnen zuzugc-stchn, daß sie eine bewundernswürdige innere Eonscqnenz haben,ihrem Inhalt nach unerschöpflich reich und unergründlich tief sind. Inneuerer Zeit gestehen auch Rationalisten dieß zu (z.B. Hase in sei-nem Hatterts I-Lcllvivus), und Männer aus allerlei Schulen, die sonstdem Evangelio eben gar nicht nahe stehen. — Davon findet sichbei H. 13. nichts; er redet nur hoch herunter: dieses Dogma istwidervernüuftig, diese Lehre ist ein moralisches Unding: und da-mit ist die Sache bewiesen. —

Solcher Anmaßung gegenüber dürfen wir uns wohl erlau-ben mit jenem Magns vom Norden zu fragen: „Was ist die hoch-gelebte Vernunft mit ihrer Allgemeinheit, Unfehlbarkeit, Ucber-schwänglichkcit, Gewißheit und Evidenz? Ein lins outionis, (Gc-dankcnding) ein Oclgölze, dem ein schreiender Aberglaube derUnvernunft göttlicheEigenschasten andichtet." „Lügen —ruft derselbe an einer andern Stelle diesen auf die Unfehlbarkeitihrer Vernunft sich Berufenden zu — Lügen find alle Satzungeneurer sogenannten allgemeinen, gesunden und geübten Vernnnft— unbegreiflicher, widersprechender und unfruchtbarer als alleGeheimnisse, Wunder und Zeichen des allerhciligsten Glaubens, denihr umsonst verfolgt." .... „Der Gegenstand eurer Betrach-tungen und Andacht istnicht Gott, wie eure allgemeine Men-sch cnvernun st, die ihr durch eine mehr als poetische Li-ren; (Freiheit) zu einer wirklichen Person vergöttert, und der-gleichen Götter und Personen macht ihr dnrch die TranSsubstau-tiation (Wcsensvcrwaudlung) eurer Bildwvrter so viel, daßdas gröbste Heideuthum und blindeste Pabstthum in Ver-glcichuug eurer philosophischen Idvlolatrie (Götzendienst) am