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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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Seite
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zurückzuweisen, so müssen auch Acsthctik und Psychologie dagegenaustreten.

Zu der Psychologie aber und zu der Acsthctik, welcher H. II.huldigt, paßt vortrefflich dicj cnige Philosophie, welche als mächtigeGebieterin über Gottes Wort und über alle Glaubenslehren inder Pr.-B. ihr Wesen treibt. Wir haben derselben schon einigemal Erwähnung gcthan, müssen aber hier noch einmal daraufzurück kommen. — Mancher, wenn er die Machtsprüche dieserWeisheit horte, welche so ohne weiteres, ohne allen Beweis bibli-sche Lehren für moralische Undinge, für widcrvcrnünftige Dogmenerklärt, — hat wohl in seinem Herzen gedacht, ein solcher Mann,der so von hohem Throne ans Apostel und Evangelisten, ans Kir-chenväter und Reformatoren herabsehe, müsse doch wohl ganz neueEroberungen auf dem Gebiete der Spekulation gemacht, müsseHöhen der Philosophie erstiegen haben, wo ihm Niemand bcikom-mcn könne. — Solche Gedanken lasse man mir fahren. Der Ver-fasser der Pr.-B. ist nichts mehr und nichts weniger als ein Schü-ler jener Populär- (oder Allcrmanns-) Philosophie, welche vor-züglich in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ihr Wesentrieb, und — auf die allgemeine Mcnschcnvcrnunft sich berufend,prächtige Paläste aufzuführen verhieß, in denen cS sich viel siche-rer und herrlicher wohne, als in den Wohnungen des evangeli-schen Zions. — Wir habcn's ja erfahren, was aus diesen Ver-heißungen geworden ist, und haben gesehen, wie die stolzen Ge-bäude stammt und sonders entweder im Moraste menschlicher Mei-nungen und Hypothesen, Thorhcitcn und Lüste versunken sind, odervon den Stürmen und Platzregen ernster Heimsuchungen, in denen siekeinen Trost gewährten, weggerissen und weggeschwemmt sind. —Wer sich jetzt unr einigermaßen mit einem crnstcru Studio derPhilosophie befaßt, der schämt sich dieser Populär - Philosophie,welche willkührliche Hypothesen zu ihrem Fundament, Machtfprücheund winzige Sophismen zu ihrcu Argumenten, den Flitterstaatrhetorischer Deklamationen zu ihrem Schmuck hat, und von Re-sultaten nichts anders aufweisen kann als etliche dürftige Satzevon einem unbekannten Gott, und einem „mit undurchdringlichenSchleier verhüllten Jenseits." — Diese, und nur diese jetzt fastverschollene, abgestandene Philosophie haben wir in der Pr.-B.finden können; nur hie und da haben wir ganz unbedeutende Bruch-stücke, die einer andern Philosophie anzugehören scheinen, wahrgc-