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und der Nock der Gerechtigkeit, den Er uns einziehet; das Acrgcr-uiß an einer zugerechneten Gerechtigkeit würde aufhören. Aberan diesem Ernst fehlt's eben, der es mit dem Gesetz und mit derTugend, wie sie Gott fordert, redlich meint, und darum ist allesnichts, — die Moral nichts, die Dogmatik nichts; es fehlt derGlaube, es fehlt die Tugend. —
Sollen wir nun Rechenschaft geben, was wir aufunfrcr mühsamen Wanderung durch das dicke Buch von572 Seiten in groß Octav gefunden haben, so müssen wireben sagen: Nichts. Keinen Christus und kein Christcnthnm,weder eine christliche Glaubenslehre noch eine christliche Tu-gcndlchrc, und — was uns die Wanderung noch mühsamergemacht hat, — wir haben auch sonst so gar wenigoder fast keine Ausbeute für Philologie oderPhilosophie oder Altcrthumskundc oder irgendeine Wissenschaft gefunden. Es wird im Vorworterstaunlich viel verheißen; „jedes unbekannte Wort solle erklärt,jede schwierige Construction grammatisch erörtert, keine zum Ver-stehen des Tertcs unentbehrliche geschichtliche, geographische oderalterthümlichc Notiz vergessen werden, auch solle in wichtigen Fäl-len nach den Grundsätzen der höhcrn und Niedern Kritik die rich-tige Lesart ermittelt werden." (S. VI.) Wäre dicß Versprechennur zur Hälfte gehalten, so wäre die Pr. - B. einer der wich-tigsten, gehaltreichsten Commcntarc, die wir nur aufzuweisen ha-ben. Es ist aber so wenig von dieser großen Verheißung in Er-füllung gegangen, daß diese Bibclcrklärung eine der unbedeutend-sten und ärmsten ist unter allen vorhandenen. Es ist unbegreif-lich, wie man mit einer solchen unreifen Arbeit so frei hervortre-ten kann, und wie man es wagen darf, mit so leicht dahin ge-worfenen Bemerkungen, Erklärungen und Behauptungen über dieheilige Schrift dahcrzufahrcn. — Wir haben schon oben mehrereProben gegeben, wie's dabei der h. Schrift ergehet, und gesehen,daß dieselbe die willkührlichstcn Deutungen und gewaltsame Ver-drehungen sich muß gefallen lassen, wo es darauf ankommt, einenGlaubensartikel, welcher dem Rationalismus nicht zusagt, zu be-seitigen. Aber auch da, wo diese Veranlassung wegfällt, fehlt esdcr Eregcse dcs H. II. an Genauigkeit und Schärfe; so soll z. B.