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richt und Hölle, das heilsame Erschrecken vor sich selbst, und dasSchaffen der Seligkeit mit Furcht und Zittern, so wie das Opferdes zerschlagenen Herzens und des gcängsteten Geistes zu ersparen.
Der faule Baum kann nur faule Fruchte hervorbringen.Wo man weder die Güte Gottes, noch seinen Ernst ste-het, weder seiner Gnade sich freuet, die den Sohn der Liebe da-hingab in den Tod zur Versöhnung unsrcr Sünden, und ihn auf-erwccktc, damit wir wiedergeboren würden zu einer lebendigenHoffnung, noch vor seinem Zorn sich fürchtet, der bis in die un-terste Hölle brennt, und ein Feuer anzündet, welches nicht ver-lischt; — wo man weder die Größe des menschlichen Verderbensund den Gräuel der Sünde, noch die Herrlichkeit des Christcnbe-rufcs erkannt hat, da kommt man nothwcndig zu einer Tugend-lchrc, wie die der Pharisäer, welche nur das Auswendige der Schüs-seln und Becher reinlich hielten, und den übertünchten Grä-bern glichen, die auswendig hübsch scheinen vor den Leuten, aberinwendig voller Todtengebcinc und alles Unsiaths sind. Da wer-den nur die äußersten Schößlinge, die zu üppig treiben, abgeschnitten;aber Wurzel und Stamm des bösen Giftbaumcs bleiben unangetastet.
Ein nichtiger Trost ist es demnach, womit uns der Rationalis-mus trösten will, wenn er, nachdem er einen Glaubensartikel nachdem andern uns genommen, auf seine vortreffliche Moral, ansseine unvergleichliche Tugcndlchrc uns hinweiset. (Siehe S. 41.)Diese ist so armselig wie der nichtsglaubende Glaube, aus demsie erzeugt ist,oder, was ebenso richtig ist, den sie erzeugt hat.Durch Lüste in Irrthnm sagt Petrus, und der Herr nenntuns als Ursache des Nichtglanbcnwvllcns und dcS Nichtglanben-könncns die Liebe zur Finsternis und ihren Werken (Joh. 3,19.29.),wozu, nicht zu vergessen, auch die dem menschlichen Auge verbor-genen Werke des Hochmuths, des Ehrgeizes, der Eitelkeit, derSelbstsucht, der Weltliche, des Eigenwillens und Trotzes gehören»— Das Gesetz ist ein Zuchtmcistcr auf Christum; wollten die Ra-tionalisten, Naturalisten, die Panthcisten das Gesetz, wie's dieheil. Schrift uns vorhält, in Ehren lassen, nichts davon und nichtsdazu thuu, und in diesem hellen Spiegel ihre Gestalt anschauen,ohne ein Schalksauge mitzubringen, so würden sie bald inne werden,daß ihr Spinnengewebe nicht zur Kleidung, und ihr Gewcrke nichtzur Decke tauge, und daß nichts unsre Blöße und Schande be-decke, als die Kleider des Heils, womit Christus uns bekleidet.