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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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kann nicht mein Jünger seyn (Luc. 14, 26.)?" Die Liebe zumHerrn, zu seiner Heiligkeit, wird bei den Seligen alle partheyischcLiebe zn Verwandten, die doch nnr Eigenliebe ist, so vertilgen,daß sie das Urthcil des Nichters aller Welt über diejenigen, die nichtzn ihm kommen wollten, mit voller Zustimmung des Herzensbestätigen werden- Da wird es noch mehr heißen, wie schon hier:„Wir kennen Niemand mehr nach dem Fleisch." Oder sollen wirden Heiligen im Himmel die Thorhcit beimessen, von Gott zu ver-langen, daß er denen, welche die Gnade hier verachteten, wohl garden Geist der Gnade schmahetcn, den Sohn Gottes mit Füßentraten und das Blut des Testamentes unrein achteten, wodurchwir geheiligt werden, dort die Seligkeit aufzwinge?

Wie säuberlich H. II. mit den Verdammten verfahre, daer sie dort nicht einmal räumlich von den Seligen getrenntwissen will, haben wir schon oben gesehen. Wie er ihnen dieSchmach erspart, feierlich im Angesicht Himmels und der Erdevon dem Richter der Lebendigen und der Todtcn vcrnrtheilt zuwerden, so auch den Schmerz und die Schande in besondre Be-hausungen der Finstcrniß, in die Hölle, den Ort der Qual, hinab-gcstoßcn zu werden. — Das gewaltige Wort: Gehet von mir ihrVerfluchten in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel undseinen Engeln, bekommt einen fast lächerlichen Sinn, wenn mausich ans der Erklärung über Matth. 13. noch erinnert, „daß dereigentliche Widersacher (es ist daselbst vom Teufel die Rede, der'sUnkraut säete)dcs Christcnthums die Gefühllosigkeit gegen die Wahr-heit und Tugend sey, der irdische, bloß dem Acußcrn zugewendete,unter der Herrschaft des Fleisches sich befindende Sinn dcS Men-schen." (S. 153.) Und dieser Gefühllosigkeit, diesem irdischenSinn ist das ewige Feuer bereitet? — Und damit drohet der Herr,er werde einst die Verfluchten in dicß Feuer werfen, zudem Teu-fel und seinen Engeln hin?—Wer wird sich vor solcher Drohungsonderlich fürchten! — Eben so wird das Wort mit seinem zer-malmenden Gewicht: „es wäre ihm besser, er wäre nie geboren"seines Nachdrucks gänzlich durch die Erklärung beraubt: dieserAusdruck dürfe nicht gepreßt oder wörtlich genommen werden.(S. 284.) Summa, wohin wir uns wenden, überall wird derWeg breit gemacht, und die Pforte weit; überall thun sich eineMenge Hintcrthürcn für den alten Menschen ans; überall zeigensich Anstalten und Vorrichtungen, dem Menschen die Furcht vor Gc-