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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
Entstehung
Seite
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den Kitzel der Wollust und der Ucppigkcit auszulöschen, — dieFurcht vor dem strafenden und richtenden Ernste Gottes, fälltin der rationalistischen Tngcndlchrc fast ganz weg: denn vonpositiver Strafe ist da nichts zu finden; die Strafe wird (S. 103.)als „das aus der Sünde von selbst nach Gottes ewiger Ordnungoriginirende (d. h. hervorgehende) Ucbel" erklärt. — Das Weltge-richt fällt auch weg, wie wir eben gesehen haben, und also auchdie feierliche, vor den Augen aller Engels und aller Menschenstattfindende Vcrurthcilung der bösen Geister und gottlosen Men-schen. Wie die h. Apostel so oft und so nachdrücklich ans diesengroßen Tag hinweisen, um dadurch die Herzen zu erwecken, mitFurcht und Zittern die Seligkeit zu schaffen, ist jedem Bibclleserbekannt (vcrgl. 2. Pctr. 3.; 2. Cor. 5. n. a. m.); eine Lehre aber,welche diesen großen Gerichtstag leugnet, schläfert die Gewissenein, macht den unbußfcrtigen Sündern Küssen unter die Arme,und Polster unter die Häupter, die Seelen zu fangen (vergl. Hcsck.13,18.). Der Anforderung eines ungehorsamen Volkes und verlo-gener Kinder, die nicht hören wollen des Herrn Gesetz, und denPredigern zurufen: Prediget uns sanft, entsprechen diejenigen,welche die Ewigkeit der Hvllenstrafcn mit einem solchen seichtenNäsonnement und so sentimentalen Tiradcn zu vernichten meinen,als wir S. 27S. u. 276. finden. Es heißt daselbst: „Sollte daskurze Erdcnlcbcn über das Schicksal für eine ganze Ewigkeit ent-scheiden? .... Wenn ich die Uebcrzcugung in mir trüge, daßein namhafter Thcil meines Geschlechts der ewigen Verdammnis?anheim fiele, könnte ich mich dann selbst noch glücklich fühlen?würde nicht das Gattnngsbcwußtsein, das Mitgefühl mich daranhindern? Wenn nun mein Vater, meine Mutter, mein Kind un-ter die ewig Verdammten gehörte, wäre dann mein eigenesGlück nicht sehr getrübt?" — Hat denn H. II. nicht gelesen, was5. Mos. 32, 9. stehet: „wer zu seinem Vater und zu seiner Mut-ter spricht: Ich sehe ihn nicht; und zu seinem Bruder: Ich kenneihn nicht; und zu seinem Sohne: Ich weiß nicht; die halten deineNede, und bewahren deinen Bund." Hat er nicht gelesen, wasder Herr sagt: „Wer nicht hasset seinen Vater, Mutter, Weib,Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Leben, der

Die Engel sind ohnedies fast überall in der Pr.-B. beseitigt, z. B, 153.,wo sie bloß ein Bild von der Wirksamkeit der göttlichen Vorsehung sind,so auch S. 107., S. 12. u. a. O. m.

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