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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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der göttlichen Natlir (und das ist noch mehr, als mit hohemKräften begabt werden), und Johannes hält unS die Hoffnungvor, daß wir Ihm, dem Herrn der Herrlichkeit gleich scyn werde»,und Ihn sehen wie Er ist. (2. Pctr. 1, 4., 1. Joh. 3, 12.)Von solcher Hoffnung, die durch die Auferstehung Christi verbürgtist, kann er mit allem Rechte rühmen, daß, wer solche Hoffnunghabe, sich reinige, wie Er rein ist. — Der Rationalismus abervermag uns dort nicht einmal ein ruhiges Plätzchen zu verhei-ßen, wo wir von Welt und Hölle, von gottlosen und feind-seligen Menschen ungestört wären. Es heißt nchmlich S. 274.also: „Man hat sich die Sache (vom Gericht und Schei-dung der Frommen und Gottlosen) kcincsweges so vorzustel-len, als ob die Gottlosen räumlich in jenem Leben gänzlich vonden Frommen getrennt scyn würden, wodurch ja auch alle sittlicheEinwirkung dieser auf jene abgeschnitten und mithin den From-men die Gelegenheit zu der schönsten Wirksamkeit geraubt würde."„Völlige Thatcnlosigkeit, gcschäftslose Ruhe, ohne Kampf mit demBösen, ohne Thätigkcit für's Gute ist für mich keine Seligkeit."(S. 274.) — Da bleiben also, nach H. II's. Lehre, Himmel undHölle, Fromme und Gottlose, Welt und Reich Gottes ewigmit einander vermischt, wider das klare Wort Matth. 13, 41.42. 49.; Matth. 25, 32. 46.; Offcnb. 20, 14. 15.; 21, 8. 27.;22, 15.; und wider so viele andre Stellen. — Und was für einbloß negativer Begriff von der Seligkeit, wenn man sich dieselbenicht ohne Kampf mit dem Bösen vorstellen kann! Armselige Se-ligkeit, welche solches Gegensatzes bedarf; und wie will H. ll.mit solchem Grundsatz der Lehre entrinnen, daß das Böse, daß dieSünde nothwcndig scy? — Dicß consequcnt dnrchgcfübrt bringtzum Pantheismus, wo der wesentliche Unterschied zwischen Böseund Gut aufhört, oder zum Manichäismus, wo das Böse einUrwesen ist, und ewig als eine selbstständige Macht dem Gutengegenüber stehet. Dazu paßt auch der antinomistischc AusspruchS. 303.: „die Sünden der Wiedergeborenen tragen die Verge-bung schon in sich." Doch von Conscqucnz, von eigentlich philo-sophischer Durchführung irgend einer Lehre findet sich, wie über-haupt im Rationalismus, so auch in der Pr.-B. wenig oder nichts.

Auch ein andrer Beweggrund, so nöthig um von den Ruhebettenfleischlicher Sicherheit und Trägheit aufzuschrecken, um zum ern-sten Kamvfe wider die Sünde, Welt und Hölle zu erwecken, um