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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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— Moses erwählcte viel lieber mit dem Volke Gottes Ungemachzu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben, undachtete die Schmach Christi für größern Rcichthnm, als die SchätzeEgyptens: denn er sähe an die Belohnung. (Hcbr. 1t, 25.)Paulus ist getrost in aller Trübsal, in aller Angst, in Verfolgun-gen, in Banden und in Todesgefahren, und wird nicht müde undverzagt, und achtet diese Trübsal für zeitlich und leicht, weil erweiß, daß ste denen, die nicht auf das Sichtbare sehen, sondernauf das Unsichtbare, eine ewige und über alle Maaßcn wichtigeHerrlichkeit schaffet (2. Cor. 4, 17.). Die Leiden dieser Zeit sindihm nicht Werth der Herrlichkeit, die an uns soll offenbar werden.(Rom. 8.) Aber solche fröhlichmachcnde, herzerquickende Ausstehtin die Ewigkeit hat der Rationalist nicht. Ihm ist „jenes Leben miteinem undurchdringlichen Schleier verhüllt; genug, ruft er sich zu,daß wir von der Unsterblichkeit unsrcr Seele fest überzeugt sind."(S. 242.) Von den vielen Wohnungen in des Vaters Hans, vonden grünen Auen und den Lcbensbrunnen vor dem Throne Got-tes und des Lammes, von den Schaaren in den weißen Kleidernmit den Palmen in den Händen, von den heiligen Harfenschlagcrnauf dem himmlischen Zion, von dem himmlischen Jerusalem undder Hütte Gottes bei den Menschen, — von dem allen stehet undhöret er nichts. Er stehet in dem allen nur orientalische Bilder,kindische Vorstellungen der nnmündigen Menschheit, welche die jetztmündig gewordene Welt von sich wirft. Er hat statt jener grü-nen Auen und statt Salcms goldener Gassen nur dunkle, asch-graue, neblichtc Regionen, gegen welche des Heiden Ossi anNcbclhimmcl noch eitel Sonnenglanz ist. Für solchen Himmel vielaufzuopfern gehet dem Herzen schwer ein; und man darf sich nichtdarüber wundern, wenn mit dem Ucberhandnchmen des Nationa-lismus in den christlichen Gemeinden auch die unbändigste undwildeste Genußsucht überhand nimmt: es stürzt sich das arme Volk,da ihm der Himmel so verhüllt wird mit undurchdringlichenSchleiern, ja eigentlich geraubt wird, nun mit aller Begierde aufdas Sichtbare, auf das Eitle und Vergängliche. — Was für geringeVorstellungen von der himmlischen Herrlichkeit H. 14. hat, ersehen wirunter andern auch aus der Versicherung desselben, daß wir dortkeineswcgcs mit „höhern, übermenschlichen Kräften begabt wür-den." (S. 242-) Die heiligen Männer Gottes hatten andre Vor-stellungen; Petrus verheißt, daß wir thcilhaftig werden sollen

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