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deutschen Regierung öffentlich verboten und gebrandmarkt sind,—kann man nichts anders erwarten, da sie alles Heilige mit Füßentreten, und Christo und seinem Evangclio zurufen: Was habenwir mit dir zu thun? — Aber ein evangelischer Geistlicher, — wiekann der es wagen, solche Grundsatze auszusprechen, welche dieHeiligkeit der Ehe nicht allein antasten, sondern vernichten, indemsie von blosier Neigung, die ja auch eine ganz sinnliche seyn kann,es bestimmen lassen, wie lange das Band der Ehe danernsoll. Wenn also Eheleute nach einiger Zeit finden, daß keine Wahl-verwandtschaft zwischen ihnen Statt findet, so können sie sich nachH. II'5. Lehre trennen, und eine andre Verbindung eingehen, wodie Verwandtschaft sich mehr findet. Dieselbe Lehre hat unsschon Göthc in seinen Wahlverwandtschaften vorgetragen. — Istzwischen dieser Lehre ll'z. und der eines Gutzkow, Tb. Mund undandrer Nchabilitatoren des Fleisches ein wesentlicher Unter-schied? — Wo man so die Heiligkeit der Ehe, die doch von heid-nischen Grieche», Römern und Germanen anerkannt wurde, dermenschlichen Willkühr und einer sentimentalen Wahlverwandt-schaft der Romanschreiber Preis gicbt, wo man also an den Fun-damenten aller häuslichen und bürgerlichen Ordnung rüttelt, undden Nerv des Familienlebens und somit auch der Sittlichkeit zer-schneidet, höre man doch ans, noch viel von Moral und Tugendzu sprechen. Da wird einem das Gerede, welches Begeisterungfür Tugend kund thun soll, widerlich.
Der rationalistischen Tugend- oder Sittenlehre fehlt es drit-tens an den acht christlichen Motiven oder Beweggründen.Die Worte eines Paulus: die Liebe Christi dringet uns also; sin-temal wir halten, daß, so Einer für alle gestorben ist, so sind siealle gestorben, — sind dem Rationalismus unverständliche Töne,und Klänge ans einer ihm ganz fremden und unbekannten Welt.Er kennet den mächtigen und gewaltigen Licbcstrieb eines Her-zens nicht, das sich durch das Blut Jesu Christi vom ewigen Ver-derben erkaufet weiß, und durch seine unansdenklichc Liebe mitGnade und Barmherzigkeit gekrönet stehet. Der Rationalist weißnichts von dieser Liebe Christi, welche allein nur von nnsrer Ei-genliebe uns befreie», und unsrc Selbstsucht ertödten kann- Ebensofehlen in der rationalistischen Moral die zwei mächtigen Beweg-gründe, — Furcht vor dem strafenden und richtenden Ernst Got-tes, Hoffnung auf himmlische Seligkeit und ewige Herrlichkeit.