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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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gcrechtigkeik und Werkhelligkeit auf dm Thron erhebt, das Wortvon der Gerechtigkeit durch den Glauben verhaßt und so sehr einGrauet, daß selbst in der Geschichte vom Zacchäus kein Jesus zufinden ist, der die Sünder annimmt und das Verlorne sucht; derRuf von des Zöllners Ncchtschaffenhcit war bis zu Jesu Ohrengedrungen und bcwog ihn, bei Zacchäus einzukehren. Nicht dieLiebe des Herrn, der beim Sünder einkehrte, trieb den Zacchäus zudem Entschluß und Bekenntnis?: die Hälfte meiner Güter gebe ichden Armen, und so ich Jemand betrogen habe, das gebe ich vier--fältig wieder, —> sondern eben diese Thatcn, die Zacchäus frühergcthan, triebe» den Herrn zu ihn:, wie uns H. II. überreden will.(S. 534.)

Es fällt also, wie der erste und der zweite Artikel,so auch der dritte Artikel des apostolischen Glaubensbekennt-nisses in der Pred. - Bib. dahin; vom heiligen Geist, als derdritten Person in der Gottheit, ist keine Rede, aber auch von kei-ner Anögicßnng, Sendung oder Mittheilnng des heil. Geistes: erist, wie wir oben vernommen, weiter nichts als die fromme Gesin-nung, und wie es noch an einer andern Stelle heißt, der Gc->meingcist. Vergebung der Sünden im Namen Jesu, Rechtferti-gung durch den Glauben an die durch ihn geschehene Erlösung,ist dem H. II. Thorhcit und Aergerniß; eine Gemeinde der Hei-ligen gicbt es nicht, weil kein heil. Geist da ist, der da heiligt, undes keine Leute giebt, denen man zurufen kann: ihr seyd abgewa-schen, ihr scyd gerecht geworden durch den Namen des Herrn unddurch den Geist unscrs GottcS (I. Eor. 6, 11.). Eine christlicheKirche, d. h. eine von Ehristo gestiftete, von ihm regierte, durchihn beschirmte und gesegnete Kirche kann es auch nicht geben, daChristus ans dem Throne der Herrlichkeit nicht herrscht; daß dieAuferstehung des Fleisches gleichfalls in der Pr.-B. geleugnet werde,haben wir oben gesehen. (S. 241. 242.)

Aber, was bleibt dann diesen Leuten von der Bibel noch übrig,wenn sie alle Glaubensartikel fallen lassen? — Die Moral, ru-fen sie uns zu; die Hauptsache, hören wir sie sagen, die Lehre vonder Tugend.

Lasset uns nun sehen; ob die Rationalisten so große Ursachehaben, ihrer Moral, ihrer Tugcndlehrc sich zu rühmen: cS wäredoch wundersam, wenn eine vom Wcinstock losgetrennte Rebenicht vcrdorretc, sondern Frucht brächte. —> Zuerst müssen wir gegen