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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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die Seinen schweben lassen über die Hohen der Erde, und siespeisen mit dem himmlischen Erbe; kann ihnen das lebendige Was-ser geben, das in ihnen ein Brunnen des Lebens wird, und mitdem verborgenen Manna sie erquicken, welches alle Müdigkeitwegnimmt und aller Kraftlosigkeit wehret; mit Einem Worte, Erkann jede Seele mit aller göttlichen Fülle erfüllen, und sie alsosättigen, daß sie nichts mehr zu fragen und zu wünschen hat. —Und dicß alles wird umsonst und aus Gnaden gegeben; wohlan,die ihr durstig seyd, so lautet die Einladung, kommet her zumWasser; die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset;kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst beides Wein undMilch. — O eine köstliche Hcilsordnnng, wie wir Arme, die wirvergeblich unsrc Arbeit darboten, um satt zu werden, sie brau-chen; köstliche Hcilsordnnng, die laut den Herrn, der sie gegeben,als den wahren Heiland, als den rechten Christus, als die ewigeWeisheit, Macht und Liebe preiset.

Dem Rationalismus freilich ist dieser Hcilswcg eben so un-bekannt als widerlich. Gicbt es keine Versöhnung der Sündendurch's Blut Christi, so ist auch die Rechtfertigung durch denGlauben nichts. — Ist Christus nicht der Pfleger der heiligenGüter im himmlischen Hciligthum, regiert er nicht als der großeHohepriester zur Rechten Gottes, so giebt es auch keine Gcistes-mitthcilung durck ihn, also auch keine Wiedergeburt und Erneue-rung der in Sünden Tobten, keine Verklärung in's Bild Christi,keine lebendige, durch's Pfand des h. Geistes versiegelte Hoffnungder himmlischen Seligkeit und Herrlichkeit. — Von dem allen fin-det sich daher auch nichts in der Pr.-B. Es kommt wohl hinund wieder ein Wort vor, das so klingt; so ist z. B. von Wic-dcrgcborncn, Wiedergeburt öfters die Rede: aber wenn man's ge-nauer besieht, so ist diese Wiedergeburt, von der die Pr.-B. re-det, der biblischen so ahnlich, wie ihr ohnmächtiger Sohn Gottesdem allmächtigen Sohn Gottes, welchen die H.Schrift uns offen-bart. Wie kann man auch da die Nvthwcndigkeit der Wie-dergeburt erkennen, wo man das gänzliche Unvermögen des na-türlichen Menschen zum Guten (die Erbsünde) leugnet (S. 40.),und dicß Verderben, in dem wir alle von Natur liegen, so wenigkennt, daß man die böse Lust, welche unwillknhrlich im Menschenentstehet, nicht für strafbar erklärt, sondern nur die gehegte undgenährte böse Begierde? (S. 49.) Der kennt weder sein Herz