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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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fen und richten, seine Freunde erretten und belohnen. Er ist keinHohcrpriester, der hier sich für uns geopfert am Kreuz, dort unsvertritt, und die Namen der Seinen auf dein Herzen trägt. Ver-geblich suchst du bei diesem Christus, den menschliche Phantasie sichgebildet, einen Gnadcnthrou, wo jeder Gnade und Barmherzigkeitfindet für die Zeit, wo Hülfe nvth ist. Nein, nichts davon; eswird dir eine ewige Wcltordnung gezeigt, nach der sich alles vonselbst macht. — Da ist auch keiu Christus, der Gebet erhöre, kei-ner, zil dem man, wie ein Stcphanus rufen könnte: Herr Jesu,nimm meinen Geist auf, oder zu dem man beten könnte: Wenn icheinmal soll scheiden, so scheide nicht von mir n. s. w. — Gebets-crhörung ist der Pr.-B. überhaupt ein Unding, und nicht allein daS,der Gott, der Gebet erhört, ist dem H. II. ein Unding.Denn so lautet der Machtspruch: „ein Gott, der sich durch einesMenschen Bitte zu Etwas bewegen ließe, daß er sonst nicht gethanhaben würde, ist ein Unding." (S. 557.) Folglich ist der Gottder Bibel, welche bezeuget, daß darum alles Fleisch zu demHerrn komme, weil er Gebet erhört, dem H.II, ein Unding!Dieser Behauptung gegenüber dürfen wir es leicht wagen, die andre,derselben entgegenstehende aufzustellen, daß nehmlich der Gott,der nicht Gebet erhört, d. h., der sich durch keines MenschenBitte zu etwas bewegen läßt, ein Unding, ein Idol, ein bloßesPhantom ist, das nirgends cristirt als in dem System einer mensch-lichen Weisheit. Ein solches Phantom und Idol, ein armseligesGeschöpf und Gebilde menschlicher Gedanken ist denn auch der Chri-stus, den die Pr.-B. kennt und hat. Er ist dem wahren Christus,wie die Bibel ihn uns zeichnet, so ähnlich als die Götter des Epi-knr, die sich nm die Welt nicht bekümmern, sondern alles einer ewi-gen Wcltordnung überlassen, dem Gott ähnlich sind, der Himme!und Erde gemacht hat, der alles trägt mit seinem kräftigen Wort,allem Leben und Odem giebt, dem einzelnen Menschen und ganzenVölkern Ziel setzt, wie lange und weist sie wohnen sollen und derdurch sein Regiment Alle zu dem Einen Ziel hinführen will, daßsie ihn suchen und finden sollen.

O wir Armen, wenn wir keinen andern Jesus hätten, als dender Pr.-B.! —> Dann wären wir noch in unfern Sünden, dannwären, die im Glauben an ihn entschlafen sind, verloren, —> ja,dann wäre unser Glaube eitel, oder vielmehr, es gäbe keinen christ-lichen Glauben auf Erden. Für diesen Christus der Pr.-B. wären