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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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von Ver Keuschheit und von dem zukünftigen Gericht redete!— Er hätte sich seine Angst ersparen können.

Und nun fragen wir abermals, was ist das für ein Christus,der nicht der Sohn Gottes ist, nicht allmächtig ist, nicht allgegen-wärtig; was ist daS für ein Christus, der sein Leben nicht gege-ben zur Bezahlung für Viele, der die Sünden der Welt nicht getra-gen hat, durch seinen Tod uns mit Gott nicht versöhnt hat, derden Tod nicht verschlungen hat in den Sieg, Satan und Höllenicht überwunden, nicht aufgefahren ist gen Himmel und erhöhetüber alte Himmel, damit er alles crfülletc; was ist das für einChristus, der keinen Thron der Herrlichkeit hat und kein königli-ches Sccptcr, welches über Himmel und Erde herrscht, der den Geistnicht sendet, und nicht senden kann, und nicht wieder erscheinenwird, zu erwecken, die in den Gräbern sind, und die Lebendigenund Tobten zu richten? — Die Bibel sagt: Ich kenne ihn nicht;die christliche Kirche aller Zeiten spricht: Ich weiß nichts von ihm.Mag die Christenheit noch so sehr in allerlei Partheyen zerfallenseyn: darin sind alle Confessioncn eins, die römische und die griechi-sche, die lutherische und die rcformirtc, von einem solchen Christusauf's entschiedenste sich wegzuwenden, den die Pr.-B. verkündigt.

Das ist nicht der Christus, der im Leben und im Sterbender einige und wahre Trost ist, der ans aller Noth helfen undaus dem Tode erretten kann. Das ist nicht der, auf den vierJahrtausende als auf den Erlöser von Sünde und Tod mit hei-ßer Sehnsucht warteten, auf den alle Propheten hinwiesen alsauf den Wiedcrhersteller der gefallenen Menschheit. — Das istnicht der Christus, zu dem man alle Mühseligen und Geladenenhinweisen kann, der für alle Bekümmerten und Trostsnchcnden Rathweiß und Hülfe hat, der dem zerschlagenen Herzen zurufen kann:Scy getrost, deine Sünden sind dir vergeben. — Dieser Christusin der Pr.-B. hat uns nichts zu geben als ein Beispiel und eineLehre, die nicht einmal unverfälscht durch die Jünger auf uns ge-kommen ist.— Heiligen Geist, Leben, Kräfte der zukünftigen Weltkann er nicht mittheilcn und eben so wenig Hülfe in leiblicher odergeistlicher Noth. Er hat keine Fülle, aus der man nehmen kannGnade um Gnade (vcrgl. Joh. 1, 18.). Das ist ein ohnmächti-ger Christus, ein bloßer Prophet,— und das nicht einmal; ein blo-ßer Lehrer. Ernst kein König und Machthaber, der seine Kirchebeschützen könnte wider die Pforten der Hölle, seine Feinde bcstra-