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Von dem Sitzen Jesu zur Rechten GotteS und davon, daßan eine Herrschaft Jesu über Himmel und Erde gar nicht zu den-ken scv, ja überhaupt nicht an eine eigentliche Herrschaft Jesu,das haben wir schon früher gehört. — Daß Christus auch nichtPfleger der heiligen Güter scp, den Geist nicht sende, ihn nicht aus-gießen könne, haben wir ebenfalls vernommen; denn eine Ausgie-ßung des Geistes ist der Pr.-B. ein Unding, (vcrgl. S. 27.)Die Apostel haben, wie H. II. behauptet, am Pfingsttage nichtsaus der Höhe empfangen, sondern nur den Geist, den Muth, derin ihnen, war erweckt.
Daß s von der Wiederkunft Christi zum Weltgericht diePr.-B. nichts wisse, haben wir schon oben angedeutet; die Wich-tigkeit der Sache macht eine nähere Betrachtung nöthig. Es heißthierüber S. 184- also: „Um das Werk der Vergeltung zu Standezu bringen, bedarf es keiner neuen Christophanie (ErscheinungChristi). Im Innern des Menschen und auch in seinen äußernSchicksalen vollzieht sich nach Gottes ewiger Wcltordnung dasGesetz der Vergeltung von selbst. Nur in sofern kann man Chri-stum einen Richter nennen, als sein Evangelium die unabhängigeNorm enthält, nach welcher das Gericht vollzogen wird. Ucber-haupt ist die Idee eines allgemeinen künftigen Gerichtstagesin der wissenschaftlichen Glaubenslehre gänzlich aufzugeben,und kann nur im populären Vortrag beibehalten werden." Esist also nur Tänschcrci, was der Herr Matth. 25, 31—46. vonseinem Kommen in seiner Herrlichkeit mit allen heiligen Engeln,von seinem Sitzen ans dem Stuhl seiner Herrlichkeit bezeugt; erwird also weder zu den Gerechten sagen: Kommet her ihr Geseg-neten, noch zu den Gottlosen: Gehet von mir ihr Verfluchten.Paulus ist also in großem Jrrthnm, wenn er sagt: „Wir müssenalle offenbar werden vor dem Richtcrstuhl Christi, auf daß einJeglicher cmpfahc, nachdem er gehandelt hat bei LeibeS Leben, esscp gut oder böse (2. Cor. 5,19.)." Ausstreichen müssen wir alsohinfnhro ans unserer Bibel solche Stellen, wie I.Cor. 4,5. „Rich-tet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wirdan's Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rathder Herzen offenbaren." Hätte doch von diese» ercgetischcn Kün-sten des neunzehnten Jahrhunderts, mit ein Paar Worten dasWeltgericht zu beseitigen, jener heidnische Landpflcgcr etwas ge-wußt, der so erschrack, als Paulus von der Gerechtigkeit, und