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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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hat im Himmel und auf Erden, der nicht auf dem Throne derHerrlichkeit sitzt, nicht zur Rechten GottcS herrscht, — dieser Chri-stus, der nicht allmachtig ist, nicht allgegenwärtig, ob dieß derbiblische Christus ist? — Nimmermehr! — Das ist der Christusder Ebiouiteu, die nur einen Menschen Jesus kannten, der Chri-stus der Mnhamcdaner, die nur von einem Propheten Jesus wis-sen, das ist der Christus der Sociniancr und Rationalisten. DieGrundlchre des ganzen Christcnthnms, ans der alle andern christ-lichen Lehren ruhen, das kündlich große Geheimnis; der Gottselig-keit, „Gott ist gcoffenbaret im Fleisch," ist also von H. II. auf's ent-schiedenste weggcläugnet. — Damit aber unterschreibt er auch dasBlutnrthcil, wodurch^dcr hohe Rath Jesum, den Heiligen Gottes,zum Tode vernrthcilte. — Denn, war Christus ein bloßer Mensch,so war es allerdings Gotteslästerung, wenn er sich als den SohnGottes bekannte, und zwar in dem Sinne, daß er kommen werdeals Richter in den Wolken des Himmels. — Wer da leugnet, daßJesus der Christ sey, der Sohn Gottes, der stellt sich damit ganzaußerhalb der christlichen Kirche hin; und nicht nur das, Johan-nes sagt: Wer ist ein Lügner, ohne der da läugnct, daß Jesus derChrist ist? Das ist der Widerchrist, der den Vater und dcu Sohnleugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch dcu Vater nicht.(1. Joh. 2, 22. 23.)

Ein solcher Christus, wie die Prcd.-B. ihn darstellt, der kannfreilich kein Sündcntilgcr seyn, kann nicht der Welt Sünde tra-gen ; der vermag nicht ein Opfer zur Versöhnung der Sünden dar-zubringen, das in Ewigkeit vollendet, die geheiligt werden. Esist daher ganz conscqncnt, wenn die Pr--B. die Versöhnung durch'sBlut Christi leugnet. Jesus, heißt es S. 293., starb deßwc-gcn, um in seinem Sterben den Menschen ein kräftigergreifendes, mächtig begeisterndes Bild ächtcr Sce-lengröße und einer unerschütterlichen Pflichttreueaufznstcllcn." Christi Tod hat also im Grunde keine andre Be-deutung und keine andre Kraft als der eines Sokratcs, eines Stc-phanns, wobei dieß aber noch zu bemerken ist, daß, wenn Christusin Gethsemane und auf Golgatha nicht die Last der Sünden derWelt gefühlt und getragen, ein Stcphanus viel freudiger undmnthigcr in den Tod gegangen ist als Christus. S. 5V9. heißt es:„Sollte überhaupt die Lehre von der stellvertretenden Gerechtig-keit Christi, von einer Versöhnung Gottes durch des Erlösers