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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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Jesu Christo weiß. Eine Salbung mit dem h. Geist, oder eineMitthcilung des h. Geistes bei der Taufe wurde ja geradezu gc-läugnct (S. 27.); die Versuchungsgcschichtc zerfloß in ein Nichts:die Herrlichkeit Christi als Sataus- und Höllenüberwindcrs, diesonst von der ganzen christlichen Kirche in allen Zeiten anerkanntund gepriesen, und in den köstlichsten Kcrnliedcrn besungen ist, dieist also auch nichts. Von der großen Herrlichkeit Christi, da erauf dem Berge von Gott dem Vater Ehre und Preis empfing,weiß die Pr.-B., wie wir oben gesehen haben, nichts. Wie dieWnndcrthatcn des Herrn thcils ganz gcläugnct, thcils geschmälert,theils verdächtigt und als zweifelhaft dargestellt werden, das ha-ben wir auch gesehen; bis zum Uebcrdruß oft wird dabei der Ge-danke wiederholt, Jesus habe theils durch Einwirkung seiner gan-zen Persönlichkeit auf den Geist der Kranken geheilt, thcils auchdurch die Anwendung natürlicher Mittel, (vergl. S. 443.) — DasVermögen, die Zukunft vorherznvcrknndigcn, wurde Jesu auch ab-gesprochen; denn der Gott, den die Pr.-B. kennt, der hat nie eineWeissagung aussprechen lassen, nie seinen Knechten die Zukunfteröffnet. Jesais der Prophet fordert die Heiden auf, sie sollten sichvon ihren Göttern etwas zuvor weissagen lassen. Lasset uns hö-ren, ruft er den Göttern der Heiden zu, was zukünftig ist, ver-kündigt uns, was hernach kommen wird: so wollen wir merken,daß ihr Götter sepd. — Aber da ist keine Weissagung, und da-rum wird ihnen zugerufen: Siehe, ihr seyd aus nichts, und euerThun ist auch aus nichts. (Jesaias 42, 22^24.) — Wir wollenhier nicht untersuchen, ob zwischen diesen Götzen, von denen Je-saias sagt, sie scpen ans nichts, weil sie nicht verkündigen können,was zukünftig ist, und zwischen dem Gott der Pr.-B., der auchdurchaus nie vermocht hat, die Zukunft zu verkündigen, ein we-sentlicher Unterschied scy: nur dieß wollen wir hier hervorheben,H. 14. kennt keinen Christus, der als Prophet in die Herzen derMenschen und in die zukünftigen Zeiten zu schauen vermocht hätte.Ausdrücklich wird S. 457. behauptet, es sey kein Grund vorhan-den, Jesu ein im strengsten Sinne wunderbares Wissen beizulegen.„Ein Prophet, heißt es weiter, ist uns Jeder, der heiliger Begei-sterung voll das Reich der Wahrheit und der Tugend durch Wortund Beispiel auszubreiten trachtet." — Nun, das wird doch H.44. sich nicht abstreiten lassen, daß er heiliger Begeisterung voll dasReich der Wahrheit und der Tugend durch Wort und Beispiel aus-