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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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von den Referenten in bestimmtere Worte gefaßt als ursprüng-lich der Fall sein mochte." Doch anch dieß ist noch zuviel, esdarf auch nicht ein Schatten von Weissagung überbleiben. „Ichgestehe unumwunden, heißt es S. 182. weiter unten, daß ich michstark zu der Meinung hinneige, Jesus habe in unserer Stelle undden ihr verwandten sich ungefähr folgendermaaßcn vernehmenlassen: „Mich freilich wird man tödten, aber mein Werk wird mannicht vernichten können. Ich werde wieder auferstehen, geistignehmlich, in meinem Werke, meiner Lehre, meinen Schülern." —Laut diesen Worten hat Jesus selbst nicht geglaubt, daß er nachseinem Tode wieder auferstehen werde; wenn H. II. daher zuge-ben sollte, daß Jesus wirklich auferstanden ist, so wäre diesergroße Sieg über Tod und Hölle dem Heiland ganz wider seinErwarten zu Thcil worden! Freilich müßte er dann wenig indem Plan Gottes cingcwcihet gewesen scyn, daß er die großeHauptsache, seine Auferstehung von den Tobten, nicht wußte.

Fassen wir nun alles bisher Gesagte zusammen, und versu-chen wir's demgemäß die theologischen Grundbegriffe uns zu-sammenzustellen, von denen die Prcd.-Bib. ausgehet, so sind esfolgende: Es gicbt keine übernatürliche Offenbarung, es gicbt keinWort Gottes — (was so heißt ist nur Mcnschcnwort, das über-all berichtigt, verbessert, vervollständigt werden muß)—; es gicbtkeine Inspiration oder Eingebung durch den h. Geist; denn derh. Geist ist nur die fromme Gesinnung im Menschen. Weiter ge-hört zu diesen Il'solien Grundbegriffen: Es gicbt keine Weissa-gung, überhaupt keine unmittelbare Einwirkung Gottes ansden menschlichen Geist; keine Gcbctscrhörung. — Lasset uns nunsehen, ob es möglich ist, mit solchen Grundbegriffen das ländlichgroße Gcheimniß der Gottseligkeit: Gott ist offenbart im Fleisch,gerechtfertigt im Geist, — zu erfassen. Lasset uns sehen, was un-ter der Hand einer solchen Theologie aus den Hauptstücken unserschristlichen Glaubens wird, ans der Lehre von der Menschwer-dung Gottes, von der Versöhnung durch Christi Tod, vonseiner glorreichen Himmelfahrt, von seinem Sitzen zur Rech-ten Gottes, von den Gnadcnwirknngcn des h. Geistes, von derRechtfertigung durch den Glauben, von Wiedergeburt, von Auf-erstehung des Leibes, vom allgemeinen Weltgericht.

Wir beginnen mit dem großen Geheimniß, daß Christus vomheil. Geist empfangen, von der Jungfrau Maria geboren ist. Ei-