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werden die Weissagungen des alten Testaments behandelt. Sowerden die Worte des Herrn Jcsn Matth. 26, 31.: Ihr werdeteuch alle an mir ärgern; denn es stehet geschricbct, ich werde denHirten schlagen, und die Schaasc werden steh zerstreuen, folgen,dermaaßen gedeutet: „Es wird mir etwas ähnliches begegnen,wie beim Zachar. 8, 7. nach einem alten Sprichwort gesagt ist:Trifft ein Schlag den Hirten, so zerstreuen sich seine Schaafe."(S. 29V.) „Seine Leiden, heißt es S. 532., bczeichnctJesns hierwie auch anderswo als etwas von den Propheten Vorherverkün,digtcs, gewiß nicht so, als ob dieselben von ihm, Jesu von Na,zareth, und von seinen Leiden bestimmt gewcissagt hätten, son,dern nur in so fern, als die hebräischen Seher allerdings Vcrfol,gungen und Drangsale als etwas vom Amte eines treuen DienersJehovah'S nicht zwar schlechthin, aber doch in jener verderbtenZeit völlig Untrennbares dargestellt haben." — Da werden miteine m Federstrich die Propheten des A. T. ihrer Prophcten-würde beraubt und die Apostel und Evangelisten als Schriftver-drehcr dargestellt. Denn das heißt ja die Schrift verdrehen, wennman etwas ganz andres hineinlegt, als darin liegt. Nun behaup-tet aber H. II., es gäbe keine mcssianischcn Weissagungen (dennallgemeine Andeutungen über den Satz, der Gerechte müsse vielleiden, sind ja keine Weissagungen) ; die Apostel aber und Evangeli-sten sind überall, in ihren Reden und Schriften, darüber aus, zu bewei-sen, daß Jesus der Christ sey, auf's allcrgcnaneste dem Bilde desMessias entspreche, wie Moses und alle Propheten es gezeichnethaben. Was sollen wir dann, wcnnS im A. T. keine eigentlicheWeissagungen von Christo gicbt, zu der Strafpredigt sagen, die derAuferstandene jenen Zwecn hält, weil sie dem Zeugnis: der Pro-pheten nicht glaubten, daß Christus leiden und sterben und alsoin seine Herrlichkeit eingehen müsse? —
Etwas schwerer scheint es H. II. zu werden, die Weissagun-gen des Herrn Jcsn über sich selbst, namentlich die so bestimmtenBorhcrverkündigungen seiner Leiden, seines Todes und seiner Auf-erstehung zu beseitigen. Erst tritt er daher etwas leise auf, undsagt S. 137.: „Es ist mehr als wahrscheinlich, daß der Herr seineAuferstehung nicht vorhergcsagt habe in den bestimmten Ausdrü-cken, die wir in den Evangelien finden." Aber S. 182. stehet esviel übler mit den Weissagungen. „Sie sind, heißt es daselbst,ohne Zweifel P05t evoiiwra (d. h. nachdem die Sache geschehen)