,6
Worte über den Aufenthalt Jona im Bauche des Seefisches, wor-an „heutzutage schwerlich jemand im Ernst glauben werde," —>S. 440. über Pctri wunderbaren Fischzug, wo behauptet wird,daß Lukas ein Wunder zu erzählen glaube, (!!) allein dies? könneuns auf keinerlei Weise hindern, uns einen von den Naturgesetzennicht im Geringsten abweichenden Hergang der Sache vorzustellen,n. s. w., u. s. w>); wir werden auch weiter unten noch ganz ei-gcnthümlichc Ansichten des Verf. der Pr.-B. über die größtenWunder, über die Auferstehung Christi, und namentlich über seineHimmelfahrt vernehmen.
Nur ans den schreienden Widerspruch möchten wir noch auf-merksam machen, in welchen der Verf. bei solchen Wnndercrklä-rungcn mit sich selbst gcräth, da er doch an andern Stellen behaup-tet, er glaube fest an Wunder, und da er selbst au manchen Or-ten mit der rationalistischen Erklärung, die ihm sonst so oft aus-helfen muß, das ganze persönliche Auftreten Christi, sein Blick,seine belebende Stimme habe das Nervensystem der Kranken beru-higt und dadurch dieselben geheilt, nicht gut durchzukommen weiß.Siehe S. 87. Außer dieser natürlichen Heilkraft, die der Verf.der Pr.-B. dem Herrn Jesu beilegt (und die nach S. 358. wahr-scheinlich durch den „Gebrauch natürlicher Mittel noch unterstütztwurden, und nach S. 95. besonders im Orient sich äußern konnte,weil da die Einwirkung des Geistes auf den Körper ungemein großscy), nimmt er auch noch eine „wnndcrthätigc Heilkraft" Jesu an.— Ja noch mehr; Herr Hülsmann nennt die rationalistische Erklä-rung, welche die wunderbare Stillung des Sturms und des Mee-rcsungcsrnms Matth. 8. wcgerklärt, eine reine Erdichtung, undsagt, „durch höhere, göttliche Kraft und Machtvollkommenheit ge-biete der Herr hier über die Natur. (S. 83.)" Eben so verwirfter (S. 162.) die abgeschmackte Erklärung, welche ein Vater exege-tischer Absurditäten über die wunderbare Speisung der fünftausendmit 5 Broden und 2 Fischen ausgestellt hat, und nennt die Sacheunerklärlich. Auch für das wunderbare Wandeln des Herrn überdem Meere hin (Matth. 14.) scheint der Verf. (denn recht klar istes nicht) als Verthcidigcr sich zu erheben.
Gerne heben wir diese Lichtpunkte hervor, und können dabeidie Frage nicht unterdrücken, warum wagte es der Verf. nicht,wie hier auch au andern Stellen die schriftwidrigcn, nicht bloßunbiblischen, sondern antibiblischcn Erklärungen und Deutungen,