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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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Seite
15
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den bösen Wcingärtncrn, und die vom unfruchtbaren FeigenbaumLuc. 13, 6 9. zusammengehalten hätte. Weiß denn der Verf.nichts von Wundern und Zeichen, die einen symbolischen Charakterhaben, und zugleich Weissagung sind? > Wollen wir dem Herrnder Natur wehren, einenunschuldigen Feigenbaum" bis auf dieWurzel verdorren zu lassen, wenn dadurch seinen Jüngern aufeine cindrücklichc und höchst anschauliche Weise das Strafurtheil vor-gestellt wurde, das über Israel schwebte? Wie H. ll., der auf diesehier beschriebene Weise mit biblischen Wundern verfährt, seinemeigenen Urtheil entrinnen will, das wir S. 452. lesen, ist schwerabzusehen. Es lautet also:Schwer versündigt sich am christli-chen Volke, wer ihm den Wunderglauben nimmt und das Außer-ordentliche der evangelischen Geschichte hinabziehct in's Alltägli-che." Von solchem Herabziehen in's Alltägliche hier nur noch EinBeispiel, die Erklärung von Matth. 9, 32. 33.Die Heilung desdämonisch Kranken (zu deutsch: des Besessenen) anlangend, so ge-ben wohl alle (??) zu, daß das Stummseyn nicht von einem bösenGeist herrührte. Der Mensch litt ohne Zweifel an der Einbildung,ein Dämon (böser Geist) verhindere ihn oder verbiete ihm zu re-den. Sobald er durch Jcsum von diesem Wahne (?? ) befreit war,kehrte die Sprache von selbst wieder zurück." (S. 96.) DasWunder also bestand darin, daß der Herr zu dem Stummen sagte:Bilde dir nicht ein, daß du nicht reden könnest, und ein Geist dirverbiete zu reden. Du kannst reden; rede nur. Der von derEinbildung Geplagte glaubt dem Wort des Herrn, gebraucht seineganz gesunden Sprachwcrkzcuge und er kann reden! Wel-ches Wunder! H. II. tritt wider sich selbst ans, wenn er S.131. von einer ähnlichen Erklärung verschiedener Ausleger überdie Heilung des Besessenen,der blind und stumm war," (Matth.12, 22.' 24.) behauptet, sie thuc dem Tcrtc Gewalt an.Wenn das Wunder Matth. 9. sich so leicht hätte beseitigen lassen,dann hätten die Feinde Christi nicht zu der graßlichen, sich selbstwiderlegenden Beschuldigung (vcrgl. .Matth. 12, 25> 28.) ihreZuflucht genommen, Christus treibe durch den Obersten der Teufeldie Teufel aus.

Doch es würde Schreiber und Leser ermüden, wenn wir unsnoch weiter damit aufhalten wollten, wie in der Prcd.-Bib. dieWunder erklärt und wegerklart werden (Siehe z. B. S. 138. die