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wohl denken, daß dcr Horr einen vcrnnuftlosen, inithin unschnldi-gen Feigenbaum verflucht habe, und daß durch diese Verfluchungder ganze Feigenbaum verdorret sey? Hatte ein solches Wunderauch nur einen denkbaren Zweck gehabt? Wäre es nicht ein puresSchauwnndcr gewesen?" — (S. 288.) Es sey nuläugbar, von einerwunderbaren Zerstörung des Baumes könne die Rede nicht scyu.— Dcr wahrscheinliche Hergang dcr Sache sey folgender: „DcrHerr fand auf seinem Wege einen unfruchtbaren Feigenbaum, demer es ansah, daß er im Absterben begriffen war. Dieses sagte erseinen Jüngern vorher..... Am andern Morgen sehen die Jungerden Feigenbaum verdorrt, das allmähligc Absterben desselben warvcrmnthlich wegen dcr Hitze noch viel deutlicher geworden, unddie Thatsachc dcr Verwünschung Jesu als Ursache beimessend, ge-rathcn sie in das höchste Erstaunen." Also darüber gcrathen dieJünger in das höchste Erstaunen, daß Jesus ihnen sagt, ein imAbsterben begriffener Baum.werde noch mehr absterben und ver-dorren? — Und was sollen wir dann zu dem Schlüsse sagen, dendcr Herr macht: Wahrlich, ich sage euch, so ihr Glanben habt,und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Fei-genbaum thun; sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge:Hebe dich auf, und wirf dich in's Meer, so wird es geschehen.Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdetihr es empfangen. >—> Bei H. U. lautet dieser Schluß also: „Ihrstaunt darüber, daß ich das Verdorren des Feigenbaums vorhcr-gcsagt habe. Alles kann dcr Gläubige, durchaus nichts ist ihmunmöglich." ^ 'Jesus schließt demnach also: Weil ich nichtsan diesem Feigenbaum gcthan habe (denn er hatte ja nur gesagt,was nach dem Laufe der .Natur von selbst erfolgen mußte, undeben so wenig dabei gethan, als dcr Kalendermacher Sonne undMond verfinstern laßt, wenn er Sonnen- und Mondfinsternißvorhersagt), — so könnt ihr sehen, daß der Gläubige alles kann,und nichts ihm unmöglich ist. —> In diesem Schlüsse ist eine Lo-gik, die nur da möglich ist, wo man sich alleS erlaubt, auch diegröbsten Verstöße gegen den gesunden Menschenverstand, um nurnicht dcr Wahrheit Zcugniß zu geben. — Die Fragen: hätte einsolches Wunder auch nur einen denkbaren Zweck? Ware es nichtein pures Schauwunder gewesen? hätte sich s dcr Verf. derPr.-B. leicht beantworten können, wenn er mit dieser Thatdes Herrn sein Wort in demselben Kapitel, die Glcichuißrcdc von