Grundsätzen des Verfassers der Prcd.-Bibcl ausgegangen und zuseinen Ergebnissen gekommen war, später beides verließ und da-hin kam, wo er nicht anders zu rühmen wußte als dessen Erbar-men, der uns mit seinem Blute erkauft hat. — Wir haben ja wiein allen frühen? Jahrhunderten, so besonders auch in unsrcr ZeitManche wider's Evangelium zu Felde ziehen sehen, die da meinten,sie müßten demselben viel zuwider thnn. Sie zogen hinaus mitKriegsgcräth und mit Waffen, denen sie schon in? voraus einengewissen Sieg verhießen; sie eiferten wie Sanlus wider den ver-meinten Aberglauben und den Wahl?, daß man eines Messias be-dürfe, der sein Leben znin Schuldohscr gegeben; — sie vertraue-ren, wie Sanlus, den Satzungen ihrer Schulweisheit, die sie zuden Füßen ihrer Rabbi's gelernt hatten; — sie kamen mit Voll-machten und Bclobungsschreibcn der Obersten der Welt: und siehe,ein Wörtlcin von Oben, Ein Wort aus dem Munde des zur Rech-ten Gottes Erhohctcn, des lebendigen Christus warf ihre ganzeSchulweisheit, ihr ganzes System über den Haufen, und sie selbstzu Boden, daß sie ängstlich riefen:' Herr, was willst du, daßich tbun soll? — Scharf sind seine Pfeile, daß auch Volker vorIhn? niederfallen; sie gehen in's Herz der Widerstrebenden. Soei?? Pfeil, wenn er Jemand trifft, kann bald und schnell allesändern. — Und wenn dieses auch nicht geschichet, — so begeg-net wohl jetzt einem, der sich nur etwas in unsrcr neuer?? theo-logischen Littcratnr umstehet, leicht ein gehaltvolles, gründlichesBuch, was die Unwisscnschaftlichkeit, Scichtigkeit und grenzenloseWillkühr der vernünftelnden Lehre (Nationalismus) offen dar-legt. Es kann da unvcrmuthet in der Kette der Schlüsse, welcheden Rationalismus zusammenhalten, ein solcher Riß entstehe??,daß kein Zusammenhalten mehr möglich ist, — dann ist freilichnoch nicht sehr viel gewonnen; ohne die Wiedergeburt, ohne dieneue Kreatur ist für den-Jnhabcr der wahren Lehre (Orthodoxie)diesrlbe ei» todter Buchstabe: aber doch nicht für Zuhörer oderLeser. 'Es ist immer ein Gewinn für eine Gemeinde, wenn dasWort der Wahrheit ihr getreu überliefert wird. — Letzteres we-nigstens, daß der Verfasser der Prediger-Bibel mit seinen? jetzigenSystem später zerfallen »verde, dürfen wir um so mehr hoffen,da sein Buch unverkennbare Spuren davon an sich trägt, daß ermit sich selbst noch nicht recht in's Reine gekommen ist. — Ob-wohl in seinen? Buche, wie »vir oben schon angedeutet haben und
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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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