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Theologisches Gutachten über die Prediger-Bibel des Pastor Ed. Hülsmann
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über die Apostel und die Evangelisten seinen Lehrstuhl, ja seinenNichtcrstuhl erhebt; wer frei und frank daher tritt und sich erkühnt,die Apostel und Evangelisten zu schulmeistern, ihre Berichte zu be-richtigen, von ihren Lehren wegzunehmen, oder dazu zu setzen, odersie umzumodeln, bis sie einer neumodischen Tagesweishcit zusagen:der hat sich nicht zu beklagen, wenn wiederum Andre so kühn sind,zu untersuchen, ob er denn irgend eine Vollmacht, irgend einRecht zu seinen Machtsprüchen aufzuweisen habe. Kommt beisolcher Erörterung manches zur Sprache, was dem nicht wohl-gcfällt, der so frank und frei daher trat, so wird jeder Billigden-kendc einsehen, daß lediglich dem Angreifenden und Herausfor-dernden solches zur Last fallt. Ob der Andre, welcher zur Ver-thcidigung der evangelischen Wahrheit aufgetreten, ans die rechteWeise, mit den rechten Waffen gekämpft, ob seine Absicht dabeilauter war oder nicht, ob durch diesen Streit etwas gewon-nen wird oder nicht, das sind andre Fragen, die Niemand zufrüh beantworten wolle. Und damit meinen wir nicht bloß die,welche in der Prediger-Bibel ihr Glaubensbckenntniß wiederfinden,sondern auch die, welche mit dem Verfasser gegenwärtiger Be-leuchtung nirgends anders stehen wollen als auf dem Grund derApostel und Reformatoren, und von keiner andern Erlösung ansSünde und Tod (totalem Unvermögen des Menschen) wissen alsvon der, welche dnrch's Opfer Christi geschehen ist, der für unszur Sünde gemacht wurde, damit wir in ihm die GerechtigkeitGottes würden. (Zurechnung des Verdienstes Christi.) Manhalte sich mit Personalitäten nicht ans, sondern behalte die Sacheselbst im Auge, und suche nur die Hauptfrage sich zu beantwor-ten: auf wessen Seite ist das Wort Gottes, und also die Wahr-heit? Ist anders in gegenwärtigem-Schriftchen die Untersu-chung über diese Hauptfrage der Wahrheit gemäß geführt, sowird Mancher, dcr's im Anfang mit Widerwillen von sich warf, spä-ter dasselbe mit Dank wieder zu sich nehmen; am meisten aberwürde der dafür dankbar sein müssen, dessen Schrift hier beleuch-tet wird, wenn ihm vielleicht später einmal der Grund und Bo-den, auf dem er jetzt stehet, als ein schwankender und gefährlichererscheint, und wenn das Wort vom Kreuz, das ihm jetzt nochThorhcit und Aergcrniß ist, als göttliche Weisheit und göttlicheKraft offenbar worden ist.

Es wäre ja nicht das erste Mal, daß einer, der von de»