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Astronomie.
Cap. l.
länder die Hauptsternwarten ihrer respectiven Nationen.Einige Geographen haben dazu die Insel Ferro gewählt.Wenn wir in der Folge dieses Werkes von der Längeeines Ortes sprechen, so rechnen wir dieselbe von Green-wich an. Die Länge eines Ortes wird also durch denBogen des Aequators gemessen, welcher zwischen deinMeridiane des Ortes "und demjenigen von Greenwichenthalten ist, oder, was auf eins hinauskommt, durchden sphärischen Winkel am Pol, welcher von diesenbeiden Meridianen eingeschlossen wird.
So wie man die Breite nördlich oder sudlichannimmt, so pflegt man die Länge westlich oder östlichanzunehmen. Es würde indessen zu einer größern sy-stematischen Regelmäßigkeit führen, und gar sehr dazubeitragen, bei Berechnungen Verwirrung und Zweideu-tigkeit zu vermeiden, wenn man diese Art, die Längenauszudrücken, aufgeben, und sie immer westlich vonihrem Anfangspunkte an durch den ganzen Umkreis von0° bis zu 360" rechnen wollte. So beträgt z. B. dieLänge von Paris, naeb dem gewöhnlichen Ausdruckeentweder 2" 20^ 22" östlich, oder 8Z7" 3iU 38" west-lich, von Greenwich. Aber in dem Sinne, in welchemwir von nun an den Ausdruck Länge anwenden wer-den, und auch Andern anzuwenden rathen, ist die letz-tere die richtige Bezeichnung. Man berechnet die Längeauch nach Zeit, im Verhältnisse von 24 Stunden auf860 Grad, oder IS Grad auf die Stunde. Nach die-ser Art zu reebnen, beträgt die Länge von Paris 23Stunden, SO M., 38-/, S.
89) Kennt man die Länge und Breite eines Ortes,so kann man denselben auf eine künstliche Kugel auf-tragen, und auf diese Weise eine Erdcharte construiren.Charten besonderer Länge sind abgerissene Thcile dieserallgemeinen Charte, zu Ebenen ausgebreitet; oder siesind vielmehr Darstellungen solcher Erdtbeile auf Ebe-nen, wobei man nach gewissen conventionellen Syste-men von Regeln, Projektionen genannt, verfährt,und sich bemüht, die Umrisse der Länder, wie sie sichauf der Kugel präsentiren, so wenig als möglich zuperzerren, oder auch leichte Mittel an die Hand zu ge-