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1 (1835)
Entstehung
Seite
55
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Cap. I.

Erklärungen.

SS

ternachts- oder Mittagspunkte des Horizontes (je nach-dem der Nord- oder der Südpol über dem Horizonterhaben ist), wenn nämlich der Himmelskörper durcheinen Vertikalkreis auf den Horizont bezogen wird; oderes ist der Winkel zwischen zwei Nertikalebenen, von de-nen die eine durch den erhabenen Pol, die andere durchden Himmelskörper gelegt ist. Wenn demnach dieHöhe und das Azimuth eines Himmelskörpers be-kannt sind, so ist damit sein Ort am sichtbaren Himmelbestimmt. Für die gleichzeitige Messung der Höhe unddes Azimnths ist ein besonderes Instrument erfundenworden, das sogenannte Höhen- und Azimuthalinstru-ment, welches im nächsten Capitel beschrieben werdensoll.

86) Zehnte Erklärung. Die Breite einesOrtes ans der Erdoberfläche ist sein Winkelabstand vomAequator, auf seinem eigenen Erdmeridiane gemessen.Sie wird berechnet nach Graden, Minuten und Sekun-den l>" bis UV", und ist nördlich oder südlich, je nachder Halbkugel, ans welcher der Ort liegt. So liegtz. B. die Sternwarte zu Greenwich unter S1" 28' 4V"nördlicher Breite. Diese Erklärung der Breite ist, wiebemerkt werden muß, nur als vorläufig zu betrachten.Eine genauere Kenntniß der physischen Struktur undGestalt der Erde, und eine bessere Bekanntschaft mitden Snbtilitätcn der Astronomie, wird eine Modifika-tion dieses Ausdrucks, oder eine andere Art, ihn auf-zufassen, nothwendig machen.

87) Eilste Erklärung. Parallelkreise derBreite sind kleine Kreise auf der Erdoberfläche, welchemit dem Aeguator parallel laufen. Jeder Punkt in solcheinem Kreise hat die nämliche Breite. So sagt manz. B., Greenwich liege in dem Parallelkreise vonSI° 28' 4V".

88) Zwölfte Erklärung. Die Länge einesOrtes auf der Oberfläche der Erde ist die Neigung sei-nes Msridianes gegen denjenigen eines pestimmteu Or-tes, von welchem aus man rechnen will. EnglischeAstronomen und Geographen nehmen die Sternwarte zuGreenwich als einen solchen bestimmten Ort an, Aus-