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Rei uns bedeutet die 5 nur daun 500, wenn sie auf derdritten Stelle von der rechten zur linken steht.
Deswegen ist es für uns so leicht grosse Zahlen zuschreiben, weil wir so wenig Ziffern gebrauchen, und wirgebrauchen deswegen so wenig Ziffern, weil jede einen zehn-fach grossem oder kleinern Werth enthält, wenn man sieeiner Stelle links oder rechts rückt. Um eine Zahl wie9,879,398 zu schreiben brauchen wir nur 7 Zahlzeichen, in-dess die Römer 109 Zahlzeichen dafür gebrauchten.
Soll die Zahl lOmal grösser werden, so haben wir nureine Ziffer hinzuzufügen, indess die Römer hiezu wieder 40bis 50 Zahlzeichen gebrauchten. Dasselbe war bei den Grie-chen und Egyptiern der Fall. Alle diese Völker hatten dasDezimal-Systera so wie wir, allein sie halten nicht unsereWeise ihre Zahlen zu schreiben, so dass der Wertheiner Zahl von der Stelle ab hängt, wo sie steht.
Diese Einrichtung ist nothwendig, wenn man grosseZahlen mit einander multipliciren oder dividiren will, damitman sie gehörig untereinander schreiben könne und die Ord-nung beobachten, so hiebei nothwendig ist.
Hierauf beruht das ganze Geheimniss unsererRechenkunst, und die fast wunderbare Macht der-selben.
Wie würde sich Archimedes, oder einer der anderngrossen Mathematiker des Alterthums gewundert haben, wennsie eine Logarithmentafel gesehen hätten, und die Art, wieman diese mit Hülfe der zehnten Wurzel berechnet! Fürihre Rechenkunst war dies völlig unmöglich, und die Römerhätten leichter eine Heerstrasse aus Italien nach Gallien un-ter den Alpen herführen können, als dem Ylag seinen CanonLogarithmorum zu berechnen.
Um sich hievon zu überzeugen, braucht man nur eine