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Statt finden mufsten; die oben erwähnten Wahrnehmungenvon August dürften aber auf etwas mehr, als solche denUmständen angemessene individuelle Erscheinungen zu seyn ,auch nicht Anspruch haben. Es ist klar, dafs das Thermo-meter , dessen Kugel auf die von August vorgeschriebeneWeise angefeuchtet worden, um so höher steigen mufs, jehöher die äufsere Temperatur des Wassers war.
Die Umhüllung erscheint daher auch im Winter als eingeeignetes Mittel, um die Thermometer-Kugel mit dem Kör-per zu umgeben , welcher verdunsten soll; jedoch kann ichdem zweiten Vorschläge des Herrn Ferdinand von SchmügerS. 9 seiner „Tafeln für die Beobachter des Thermo-llygro-meters“ (4. Nürnberg 1829) nicht beitreten, statt mit Wassermit Schwefel-Aether zu befeuchten, und die Verdunstungs-kälte aus der Temperatur des Thaupunctes mittelst der For-T—t
mel d=- , welche auf einer durch die Erfahrung wie
durch die Theorie nicht bestätigten anfänglichen AnnahmeAugust’ s beruht, zu bestimmen, sondern halte dafür, dafs dieUmhüllung fortwährend im beeisten Zustande zu erhaltensey, so dafs man in den Beobachtungs-Momenten nur denaugenblicklichen Stand beider Thermometer abzulesen, undweiter nicht Zeit darauf zu verlieren habe, und sodann vondem Einflufs der schützenden Eigenschaft der gefrornen Um-hüllung Bechnung zu halten. Eine genaue Bestimmung die-ses Einflusses ist allerdings sehr schwierig, jedoch finde iches in meiner Erfahrung bestätigt, dafs er ohne einen Fehler,der höher anzuschlagen w’äre, als der Beobachtungsfehler ansich, dem für die herrschende Luft-Temperatur ermitteltenEinflufs der Umhüllung für sich (vergl. S. 5, Anmerkung) gleich-gesezt werden kann. Dieser aber kann leicht bestimmt werden,wenn man die beiden Thermometer, wovon die Kugel deseinen mit Musselin umhüllt ist, unter verschiedenen Kälte-graden vergleicht, da das leztere Thermometer notliwendigimmer höher stehen wird, oder wenn man auch die Kugeldes andern Thermometers mit einem gleichen Musselinstrei-fen umhüllt, und ein verglichenes freies Thermometer zurBestimmung der Luft-Temperatur daneben aufhängt, wo als-dann die Umhüllung des einen Thermometers fortwährendmit Eis umzogen bleiben kann. W ird die Anzeige des lezternmit t" bezeichnet, die Anzeige des trocken umhüllten Psychro-Thermomcters mit t, und die Anzeige des freien Thermome-ters mit T, so hat man zur Bestimmung der Verdunstungs-kälte t'
t’—t"+(t—T),
für die Luftwärme selbstredend T, und für die Differenz J