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deren ausgezogene Länge der Entfernung des "W assergefäfsesentsprechen mufs, woraus der das zu beleuchtende Thermo-meter umgehende Musselin angefeuchtet werden soll, hat mandas Maat des Zugusses durch Aufdrücken und Aufheben desFingers über der aufwärts gelichteten breiteren Oeffnungvöllig in seiner Gewalt. Hr. v. Schmöger nimmt hierzu einegläserne Röhre, die mcinige ist von inwendig verzinntem Mes-singblech, dem übrigens nur der Vorzug der gröfscren Dau-erhaftigkeit gebührt. Diese Ausgufsrölire und das Wassergc-läfs müssen durch tägliches Spülen rein gehalten werden,und die Musselin-Umhüllung nicht nur öfter durch Abspü-lung mit Weingeist gereinigt, sondern auch von zwei zu zweiMonaten erneuert werden.
Dies ist die Einrichtung, mittelst deren man, so lange esnicht friert, die Psychrometerstände mit der gröfsten Befpiein-lichkeit beobachtet, sie wird für den reisenden Beobachternoch einfacher, da dieser nur dafür zu sorgen hat, dafs dieMusselin-Umhüllung eine halbe, wenigstens eine Viertelstundevor der Beobachtung durchfeuchtet sey, dafs das Instrumentvor der Sonnenstrahlwärme geschützt aufgestellt, und dafsnicht auf eine Weise abgclcsen werde, wobei die Körperwär-me, oder jede andere Wärme als die Luftwärme, auf dieabzulescnden Gröfsen Einflufs üben würde.
11. Für die Beobachtung des Thermo-Hvgrometcrs hei ei-ner Luftwärme unter 0° könnte zwar allerdings in Frage ge-stellt werden, oh dabei der Wasserdunst noch in seiner luft-förmigen Gestalt verharren könne? Das Phänomen, welchesMaupertuis in Tornea (65° 50' 50" n. Br.) beobachtete, wodie in geöffnete Thüren oder Fenster erwärmter Zimmer ein-dringende sehr kalte Luft die Dünste augenblicklich in einendichten wirbelnden Schnee verwandelte, beantwortet die Fra-ge für den Fall einer plözlichen, ungewöhnlich starken Er-kältung des Wasserdunstes, und eben dahin dürften die fei-nen Eisnadeln zu rechnen sevn, mit denen Littrow im Win-ter die Luft in Kasan angefüllt sah. Dafs aber hei einerLuft-Temperatur unter 0° nicht aller Wasserdunst in Schneeoder Eis verwandelt wird, dafür zeugen die Wolken, welcheals partielle Niederschläge des Wasserdunstes an nicht gänz-lich trüben Wintertagen sich unsern Blicken darstellen, unddie Luftfahrten, welche die Meinung widerlegt haben, dafsim Winter die Atmosphäre nicht wie im Sommer mit Was-ser erfüllt sey. Unter allen Temperaturen aber geht in un-srer Luft, deren relative Grenze auf 57 geographische Mei-len berechnet worden, Verdunstung vor sich, seihst hei ei-ner Kälte von 30 bis 36° R., wie die wahrgenommene Aus-dünstung des nordischen Eises bewiesen hat.